Bauarbeiten begonnen

Heimerer-Pflegefachschule zieht an den Schongauer Marienplatz

Heimerer Marienplatz Baustelle Schongau
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Im Erdgeschoss der ehemaligen Bankfiliale soll ein Klassenzimmer der Heimerer-Schule entstehen. Zwei weitere Theorieklassenzimmer, drei Praxisräume, Verwaltung und eine Wohnung sind im Gebäude ebenfalls geplant.
  • Astrid Neumann
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Schongau – Die Umbauarbeiten und die Sanierung des Gebäudes am Marienplatz 4 sind nun – mit einiger Verspätung – in vollem Gange. In die ehemalige Bankfiliale soll dann die Heimerer-Pflegefachschule einziehen. 

Das Gebäude am Marienplatz blickt auf eine rund 150-jährige Geschichte zurück. Der Keller zeugt davon, dass sich hier einmal eine Brauerei befunden hat. Neben dem ehemaligen Bierkeller weist ein großer Tresorraum außerdem darauf hin, dass hier noch bis 2015 eine Filiale der HypoVereinsbank untergebracht war. Der Tresor wird im Untergeschoss auch bleiben, „sonst bräuchten wir Sprengstoff“, sagt Juniorchef Adrian Heimerer.

Während die Relikte der Vergangenheit im Keller bleiben dürfen, so wurde ab dem Erdgeschoss nun mit dem Umbau und der Sanierung begonnen. Erhalten bleiben soll hier aber das alte Wandgemälde. Im April hat man mit den Arbeiten begonnen – ein paar Verzögerungen hatte es wegen Corona und dem noch ausstehenden Förderbescheid gegeben. Anfang nächsten Jahres sollen diese abgeschlossen sein, hofft Heimerer, damit in den Sommerferien dann der Umzug von der Karmeliterstraße an den Marienplatz erfolgen kann.

Machten sich ein Bild von der Baustelle am Marienplatz 4: Bürgermeister Falk Sluyterman sowie Adrian und Friedrich Heimerer (v. links).

Vom jetzigen Eingang gelangt man in den großen Raum mit dem Wandgemälde. Hier soll ein Klassenzimmer entstehen. Der Haupteingang wird aber auf die andere Seite verlagert, der Zugang zum Marienplatz soll nur ein Notausgang bleiben.

Insgesamt werden in dem Gebäude drei Theorieklassenzimmer und zwei Praxisräume geschaffen. Die Verwaltung soll im zweiten Obergeschoss Platz finden, unter dem Dach wird eine kleine Wohnung entstehen.

Bürgermeister Falk Sluyterman sei erfreut über das „klare Bekenntnis der Heimerer-Schule am Standort Schongau zu bleiben“, sagte er bei der Baustellenbesichtigung in der vergangenen Woche. Er rechnet auch durch die – insgesamt rund 100 – Schüler mit einer weiteren Belebung des Marienplatzes.

Auf der grünen Wiese zu bauen wäre nicht nur einfacher, sondern auch billiger gewesen, sagt Geschäftsführer Friedrich Heimerer. Jedoch wisse man auch, dass man in Schongau einen guten Partner in der Stadt habe.

Was mit der alten Schule passieren soll, diese Frage blieb bisher unbeantwortet. Nun geben Friedrich und Adrian Heimerer aber doch eine Perspektive: Zwar müsse sich das noch entscheiden, schränken die beiden ein, vorstellbar wäre jedoch, hier zusätzliche Weiterbildungen anzubieten.

Speziell denken Heimerers dabei an zusätzliche Weiterbildungen und Sprachkurse für ausländische Pflegekräfte. Der Bedarf könnte mehr werden, so Heimerer junior, das hänge aber von der Entwicklung in den jeweiligen Heimatländern ab.

Wie dringend jedoch der Bedarf an Pflegekräften ist, weiß auch Bürgermeister Falk Sluyterman. Nicht alle Zimmer im Heilig-Geist-Spital könnten beispielsweise aufgrund des Pflegeschlüssels belegt werden. „Deshalb müssen wir vor Ort für Nachwuchs sorgen“, sind Adrian Heimerers Gedanken.

Wichtig sei es dabei, dass die Bevölkerung die ausländischen Kräfte gut aufnimmt und auch die Infrastruktur passt. Zuversichtlich, dass das in Schongau gut funktioniert, ist dabei das Stadt­oberhaupt und verweist auf die Nachkriegszeit, aber auch die Flüchtlingswelle vor einigen Jahren. Man habe durchaus schon sehr positive Erfahrungen in Schwabsoien gemacht, hebt der Heimerer-Juniorchef hervor. Wenn ein kompletter Kurs zustande kommt, könnte man Mitte nächstes Jahr in Schongau damit starten.

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