"Auf die Zukunft!"

Hebauf am Münzgebäude

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Eine weitere Etappe nahm nun das Münzgebäude: Am Freitag feierten die Verantwortlichen Hebauf für die Sanierung – im März 2020 soll hier das Amt für Senioren des Landratsamtes einziehen.

Schongau – Einen weiteren Schritt in die Zukunft ist am Freitag das historische Münzgebäude gegangen: Nach zehn Jahren Beinahe-Leerstand und acht Monate nach dem Spatenstich, feierte man nun Hebauf der Sanierung. Bis März 2020 soll hier die Seniorenbehörde des Landratsamtes einziehen.

„Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen“, zitierte Bürgermeister Falk Sluyterman aus dem „kleinen Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery. Die Zukunft des Münzgebäudes war lange ungewiss. Seit die Polizei 2008 ausgezogen ist, stand das Haus abgesehen von einigen Veranstaltungen der Schongauer CSU leer. Vor rund drei Jahren dann der Lichtblick: Das Landratsamt konnte als Ankermieter gewonnen werden.

Mit 16 Arbeitsplätzen und einem Saal im Obergeschoss soll ab März 2020 wieder Leben in das Gebäude einkehren. Seit sie seit 2014 einmal pro Woche in der Lechstadt ist, habe sie das Münzgebäude mit den schwarz-gelben Fensterläden bewundert, sagte Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Kreiskämmerer Norbert Merk habe sie bei dem Vorhaben unterstützt und nun kann bald das Seniorenamt in das Haus „mit unglaublich viel Charme“ einziehen, so die Land­rätin.

Die nächsten 700

Eine Aufwertung für die eh schon schöne Altstadt, sieht die projektleitende Architektin Verena Engler in dem Projekt Sanierung Münzgebäude. Sie lobte die Zusammenarbeit mit den einzelnen Baufirmen sowie dem Stadtbauamt in Person von Robert Thomas, der für das Münzgebäude verantwortlich zeichnet. Bauen im Bestand sei schließlich nicht immer einfach, betonte Engler. Doch nun sei die Phase der unvorhersehbaren Überraschungen vorbei – der Dachstuhl steht, der Rohbau ist beendet. Jetzt hofft die Architektin, dass das Wetter weiterhin mitspielt, so dass Putz und Farbe noch bis Weihnachten aufgetragen werden können – „und das Münzgebäude für die nächsten 700 Jahre gerüstet ist.“

„Ein schönes Werk ist uns gelungen, gar stattlich steht das Bauwerk da. So frei und leicht und ungezwungen, wie besser ich es nirgends sah“, so Zimmerer Josef Schmölz (Mitte), der den Richtspruch sprach.

Zimmerer Josef Schmölz aus Bernbeuren sprach schließlich den Richtspruch, leerte die Weingläser und warf das Glas schließlich zu Boden, wie es Brauch ist: „Ein schönes Werk ist uns gelungen, gar stattlich steht das Bauwerk da. So frei und leicht und ungezwungen, wie besser ich es nirgends sah“, so Schmölz.

asn

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