"Ja" zum kleinen Heim

Bauausschuss gibt grünes Licht für Tiny House im Forchet

+
So soll das nun geplante Tiny House im Forchet aussehen.

Schongau – Immer öfter erreichen die Schongauer Bauverwaltung Anfragen bezüglich kleiner mobiler Häuschen. Die sogenannten „Tiny Houses“ und „Mobile Homes“ wolle man künftig grundsätzlich erlauben, lautete der Beschluss vor zwei Monaten dazu. Grundvoraussetzung ist allerdings die Einhaltung des Baurechts. Nichts einzuwenden hatte der Bauausschuss daher in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag gegen ein Vorhaben im Forchet.

Erst Anfang Mai musste sich das Gremium mit dieser Art von Gebäude beschäftigen. Grund dafür war damals ein bereits errichtetes Tiny House in Schongau-West, wobei es sich allerdings um einen Schwarzbau handelte. Aufgrund der illegalen Ausführung und der ungeklärten Abwasserversorgung stieß das Häuschen bei den Bauausschuss-Mitgliedern auf wenig Begeisterung. Grundsätzlich wolle man sich dieser Bauform aber nicht verschließen, so der Beschluss im Mai.

Kriterien erfüllt

Anders stellte es sich nun am Dienstag bei einer Bauvoranfrage für ein Tiny House im Forchet dar. Das Klein-Wohngebäude füge sich in der Art der Nutzung in das Wohngebiet ein, erläuterte Bernd Liebermann vom städtischen Bauamt. Allerdings unterscheidet sich das Tiny House grundsätzlich von den Gebäuden des Bebauungsplangebiets. Vier Befreiungen – dabei geht es unter anderem um das Baumaterial Holz und eine Überschreitung der Baugrenzen – von den Festsetzungen im Bebauungsplan wären nötig. Diese Art der Befreiungen könnten aber durchaus auch zur Realisierung eines normalen Wohngebäudes beantragt werden, gab Liebermann zu bedenken, dass es sich nicht um nichts Tiny-House-Spezifisches handele.

Ansonsten erfüllt das Bauvorhaben die Vorschriften. So werden die Abstandsflächen zu den Nachbarn eingehalten, Stellplätze nachgewiesen und die Erschließung gesichert. Das Gebäude soll stationär an das Kanal- und Trinkwassernetz angeschlossen werden.

Der Bauausschuss hatte gegen das Vorhaben keine Einwände vorzubringen. Bettina Buresch (ALS) bezeichnete den Baukörper als „sehr originell“, Kornelia Funke (CSU) befand: „Das fügt sich gut ein.“ Der Beschluss erfolgte einstimmig.

asn

Auch interessant

Meistgelesen

Zukunft der Fuchstalbahn: Beschlüsse in Kreis- und Landtag
Zukunft der Fuchstalbahn: Beschlüsse in Kreis- und Landtag
40. Traditionsritt in der Lechstadt zu Ehren des Heiligen Leonhard
40. Traditionsritt in der Lechstadt zu Ehren des Heiligen Leonhard
Es riecht was faul im Schongauer Westen
Es riecht was faul im Schongauer Westen
Der Apfeldorfer Pflegebedarf der Zukunft
Der Apfeldorfer Pflegebedarf der Zukunft

Kommentare