Bebauungsplan gebilligt

Baugebiet Basili-Wiese: Dichter Grüngürtel statt Schallschutzwand

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Das Baugebiet auf der Basili-Wiese. Gegenüber dem Parkplatz am Wellenfreibad (oben rechts) soll ein Abenteuerspielplatz errichtet werden. Deutlich erkennbar ist der Grüngürtel entlang der Peitnach.

Peiting – Die Peitinger Marktgemeinderäte haben die Änderungen, die Architekt Wolfgang Hesselberger an dem Bebauungsplan für die Basili-Wiese vorgenommen und nun vorgestellt hat, befürwortet. Sie fassten in der Sitzung am Dienstagabend den Billigungsbeschluss. Zuvor hatte die Frage nach der Gestaltung der Dächer zu einer hitzigen Debatte im Gremium geführt.

Auf eine Schallschutzschutzwand entlang der Peitnach soll verzichtet werden; dafür soll ein dichter Grüngürtel angelegt werden, der zugleich vor ungewollten Blicken schützt, aber auch – mit Blick auf den Lärm, der vom Freibad kommt – ein Beitrag zum Schallschutz sein soll. Zudem wird es bei den Einfamilienhäusern, die in der ersten Reihe zum Bach stehen, eine Kettenhausbebauung geben, bei der Garagen und Hauswand eine Front bilden und damit Emissionen für die weiter westlich liegenden Grundstücke abhalten.

Bürgermeister Michael Asam blickte voraus, dass sich das Baurechtsverfahren voraussichtlich noch gut ein halbes Jahr hinziehen werde. Im Winter 2017/2018 wolle die Gemeinde die Arbeiten ausschreiben. Nach der Frostperiode solle mit der Erschließung, also mit dem Bau der Wohnstraßen sowie mit dem Verlegen der Rohre für Wasser und Kanal, begonnen werden. Die ersten Häuser werden wohl erst im Herbst 2018 errichtet werden können. Die Vergabe der gut 40 Bauplätze erfolge jedoch deutlich früher, ergänzte der Rathauschef.

Um mehr als ein halbes Jahr verzögert hat sich das Projekt Baugebiet auf der Basili-Wiese wegen des Emissionsschutzes, wie Asam erwähnte, als er in das Thema einführte. Aus dem Sachgebiet technischer Umweltschutz im Landratsamt kam der Einwand, dass der Lärm aus dem Wellenfreibad abgeschirmt werden müsse – damit es nicht dazukomme, dass später ein nahegelegener Hauseigentümer Einschränkungen im Betrieb der Freizeiteinrichtung bewirken könne.

Zwecks der Schallschutz-Thematik wurde auch ein Gutachter eingeschaltet. Bürgermeister Michael Asam formulierte es so: Er sehe da eine gewaltige Diskrepanz zwischen den Auflagen für so ein Wohngebiet und dem Anspruch der Politik an die Gemeinden, Wohnraum zu schaffen.

Abenteuerspielplatz nahe an der Peitnach

Neben der Kettenhausbebauung und einem dicht bepflanzten Grüngürtel entlang der Peitnach erklärte Architekt Hesselberger den Gemeinderäten auch, dass auf der Fläche westlich des renaturierten Baches ein Abenteuerspielplatz vorgesehen sei. Zudem sei weiter südlich, wo der Bachlauf eine leichte Schwenkung macht, ein Kneippbecken geplant.

Eine ausführliche Diskussion entwickelte sich, nachdem Bettina Habersetzer vom Marktbauamt auf das Thema zu sprechen kam, wie es die Gemeinde mit der Dachgestaltung und mit den Farben bei den Ziegeln halten wolle. Ein lebhaftes Pro und Kontra zwischen „möglichst vielen Freiheiten“ und gewissen Festsetzungen endete damit, dass in der Abstimmung eine leichte Mehrheit doch für Vorgaben bei der Farbe war.

Keller wasserdicht?

Ein weiteres Thema war der Hochwasserschutz. Da wurde jedoch auf die Planungen für ein Rückhaltebecken im Süden Peitings bei Kurzenried verwiesen. Außerdem liege die erste Häuserzeile auf der Ostseite der ansteigenden Basili-Weise bereits zwei bis drei Meter über dem Niveau der Peitnach. Dennoch sei es ratsam, wenn in der ersten Reihe zumindest die Kellerwand bis auf einen Meter Höhe wasserdicht ausgebildet werde, sagte Tiefbau-Referent Gerhard Habersetzer.

Johannes Jais

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