Für neue Stellplätze in Schongau

Altstadt-Buche kommt weg

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Hinter der Mauer entstehen Parkplätze – der große Baum muss weichen.

Schongau – Die Schongauer Altstadt verliert einen Riesen: Weil Ober- und Dachgeschoss im Gebäude an der Ecke zwischen Schloßplatz und Bauerngasse in zwei eigenständige Wohnungen aufgeteilt werden und vier neue Stellflächen geplant sind, muss die große Buche weichen.

Die Stellplätze entstehen nahe der Grundstücksgrenze zur Brudergasse hin. Die dortige – nach Auskunft von Bauherr Fritz Maier marode – Mauer wird zugunsten einer Zufahrt abgebrochen. Und die Buche gefällt.

Baurechtlich gäbe es daran nichts zu rütteln, erklärte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich dem Gremium – und genau das ist eben ausschlaggebend. Mehr als die Bitte, eine andere Planung zu verfolgen, bliebe nicht. Denn der Meinung der Verwaltung nach gäbe es durchaus eine Lösung, die den Baum stehen ließe.

Doch der im Zuschauerraum sitzende und vom Bauausschuss dazu befragte Maier wollte nicht umschwenken. „Die Buche ist sehr groß“, erklärte er. Die Stellplätze woanders anzulegen, sei mangels Wendemöglichkeit schwierig.

„Ein Baum lässt sich nicht mit zwei Stellplätzen aufwiegen“, zumal, wenn es ein derart prägender sei, befand Gregor Schuppe (ALS). Er vertrat die verhinderte Bettina Buresch und appellierte, „endlich die Baumschutzverordnung“ in Angriff zu nehmen.

„Klar ist es um den Baum schade“, fand auch Robert Stöhr. Doch angesichts der engen Bebauung in der Altstadt, seien dessen Wachstum eben Grenzen gesetzt. Auch Bürgermeister Falk Sluyterman tat es leid um die Buche. Doch: „Es entsteht neuer hochwertiger Wohnraum.“ Das sei genau, was man sich in Hinblick auf städtebauliche Ziele wünsche. Mit 7:1 sah es das Gros im Bauausschuss ebenso.

ras

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