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Baumrißstraße in Schongau: Einbahn für ein Jahr

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Von: Astrid Neumann

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Baumrißsstraße Schongau Alpspitzstraße
Kein Weg mehr bergauf: Die Baumrissstraße soll künftig Einbahnstraße werden. © Schorer

Schongau – Die Verkehrsproblematik in der Alpspitzstraße ist nicht neu. Zuletzt beschäftigte sich der Bauausschuss im Mai mit Lösungsansätzen. In der jüngsten Sitzung des Gremiums fiel nun die Wahl auf eine von drei Varianten. Diese wird vor allem die Anwohner im Forchet V betreffen.

Im Mai einigten sich die Bauausschussmitglieder darauf, dass eine Einbahnstraßenregelung untersucht werden soll. Man habe die Situation vor Ort auch mit der Polizei erörtert, so Bürgermeister Falk Sluyterman. Trotz Beschwerden der Anwohner – hier geht es vor allem um das Befahren des Gehwegs bei Begegnungsverkehr – sehe die Polizeiinspektion Schongau hier keine besondere Gefahrenlage, so die Zusammenfassung des Rathaus­chefs. „Es ist teilweise kriminell, wie da gefahren wird. Wir sollten das präventiv angehen“, so die Meinung Sluytermans.

Drei verschiedene Varianten für eine mögliche Einbahnregelung stellte Martin Keßler, Leiter Bürgerservice, dem Gremium vor. Er verwies darauf, dass bei allen drei Varianten Fahrradfahrer frei durchfahren könnten.

Variante 1 sieht vor, dass die Baumrißstraße zur Einbahnstraße gemacht wird – und zwar dürfte dann nur noch Richtung Forchet V gefahren werden. Alle, die aus dem Wohngebiet hinaus wollen, müssten z.B. über die Säulingstraße umfahren, so Keßler, der diese Variante aufgrund des großen Umweges als „nicht glücklich“ bezeichnete.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine sogenannte „unechte Einbahnstraße“ (Variante 2). Aus dem Forchet V könnten die Autofahrer zwar bergauf Richtung Alpspitzstraße fahren, dann jedoch nur rechts in diese abbiegen.

Die dritte Variante sieht vor, die Alpspitzstraße zu einer echten Einbahnstraße zu machen. Diese würde die Fahrtrichtung vom Karwendelring kommend in Richtung Zugspitzstraße vorgeben. Keßler erkannte hier einen „großen Vorteil“ gegenüber den anderen beiden Möglichkeiten.

Prinzipiell würde ihm Variante 2 gut gefallen, so Stephan Hild (UWV). Jedoch befürchtete er hier, dass die Hürde zu gering ausfallen würde und die Leute trotzdem nach links in die Alpspitzstraße abbiegen würden. „Variante 1 wäre daher meine Lieblingsvariante“, so Hild.

Es sei schlecht zu kontrollieren, das sei auch der Hinweis von der Polizei gewesen, so Keßler zu Variante 2. Außerdem müsse bei einer Einführung immer erst mit einer gewissen Gewöhnung gerechnet werden. Auf die mögliche soziale Kontrolle durch die Anwohner verwies Bürgermeister Sluyterman. „Das dürfen wir nicht erwarten“, war die Meinung von Nina Konstantin (ALS) dazu. Auch sie sprach sich für Variante 1 aus.

Da niemand im Gremium sich für Variante 3 aussprach, wurde zunächst über die erste Version – Einbahnregelung für die Baumrißstraße – abgestimmt, welche mit 5:3 Stimmen auch angenommen wurde. Ein Probebetrieb dieser Regelung soll nun für ungefähr ein Jahr durchgeführt werden. Danach soll entschieden werden, wie es weitergeht.

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