Ortsbild verschandelt?

Bauweise des Ärztehausdaches sorgt für Unmut beim Marktbaumeister

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Mit schwerem Gerät zu Bohrungen vor Ort: Eine Firma, die den Baugrund untersucht, arbeitet auf dem Grundstück, wo auch eine Tiefgarage gebaut wird.

Peiting – Unterschiedliche Auffassungen gibt es zur Planung für das Ärztehaus mitten in Peiting, was die Dachgestaltung angeht. Die mehr als zehn Meter breite negative Dachgaube, die nach innen gewandt ist, „verunstaltet das Ortsbild“, kommentierte Marktbaumeister Fabian Kreitl im Bau- und Umweltausschuss. Die Räte genehmigten freilich den Bauantrag, der mit einer zweiten Variante bestückt ist: nämlich mit einer großen Verglasung.

Nun ist das Landratsamt Weilheim-Schongau bezüglich Genehmigung am Zug. Eine negative Dachgaube sei im Oberland nicht üblich, hieß es bei den Beratungen im Bauausschuss. Bürgermeister Michael Asam merkte an, dass der Architekt des Ärztehauses zugegeben habe, dass es im vergleichbar großen Murnau nur ein einziges Mal so eine Dachgestaltung gebe, nämlich am eigenen Haus des Planers. Dort sei die negative Gaube auf der abgewandten Seite zu den Bahngleisen hin realisiert worden, weiß Marktbaumeister Kreitl.

Die Variante, dass die negative Gaube mit einem großen schräg stehenden Dachfenster „hinter Glas“ genommen wird, hat den Räten das Ja zum Bauantrag leichter gemacht. Kreitl lehnt beide Varianten aus gestalterischen Gründen ab. Er sagt dazu, dass es ein ähnlich großes Dachfenster auf der gegenüber liegenden Seite am Sparkassenhaus bereits gebe, um das großzügige Foyer zum Saal zu belichten. Es sei allerdings nicht so breit, dafür deutlich höher.

Ansonsten sei an dem Gebäudekomplex, der auf dem ehemaligen Barnsteiner-Anwesen in der Ortsmitte errichtet werden soll, nichts einzuwenden, bemerkte der Marktbaumeister. Wie berichtet, möchte dort die Firma Haseitl Bau aus Schongau ein Ärztehaus erstellen, das eine Tiefgarage, drei Stockwerke und eine Galerie umfasst.

Es gab früher mal Überlegungen, für diesen Standort nördlich der Poststraße einen Fachmarkt anzusiedeln, z.B. eine Drogerie. Doch die Überlegungen sind schon länger vom Tisch.

Johannes Jais

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