Krönungssaal Käse-Alm

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Susanne Polz und Eva-Maria Bäuml (je ganz außen) übergaben ihre Kronen an Sonja Wagner (2. v. li.) und Melanie Maier (2. v. re.), die künftig die LVMB um Vorsitzenden Günther Felßner (Mitte) repräsentieren.

Rottenbuch – Zwei frische Gesichter repräsentieren in Zukunft Bayerns Milchbauern: Sonja Wagner (21) aus dem oberfränkischen Wonsees ist neue Milchkönigin, die 23-jährige Halfingerin Melanie Maier (23) trat ihr Amt als Prinzessin an. Schauplatz der Krönungszeremonie war in diesem Jahr die Schönegger Käse-Alm bei Rottenbuch.

„Das hat der liebe Gott gut hinbekommen“, fand Rottenbuchs Pfarrer Josef Fegg mit Blick auf die elf Kandidatinnen, die es in die letzte Runde der Konkurrenz geschafft hatten. „Fesch schaut Ihr aus.“

Gespannt saßen die jungen Schönheiten gemeinsam an einem Tisch in der Brotzeitstube der Schönegger Käse-Alm und warteten darauf, dass Günther Felßner, Vorsitzender der LVMB (Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft) und BR-Moderator Uli Wenger das Ergebnis der Wahl verkündeten.

„Ihr alle habt Euch ganz toll geschlagen“, lobte Felßner die Kandidatinnen, die sich am Vortag im Bad Bayersoier Parkhotel den Augen und Fragen der Jury gestellt hatten. Im Jahr 1985 waren die ersten bayerischen Milchhoheiten gekürt worden, seitdem wuchsen die Anforderungen stetig, so Felßner. „Da sind richtige Profis gefordert.“

Zuletzt hatten sich die scheidende Königin Susanne Polz und Prinzessin Eva-Maria Bäuml die Kronen aufsetzen dürfen. „Es war eine tolle Zeit“, blickte erstere kurz vor ihrer Abdankung zurück. Bis nach Japan habe sie ihr zweijähriges Amt verschlagen, rund 30 000 Kilometer legten sie und ihre Stellvertreterin bei gut 120 Terminen zurück. Alles im Dienst der „bedeutendsten Milchregion der Welt“ mit 30 000 Milchviehbetrieben und des „stärksten Produktionszweigs der bayerischen Landwirtschaft“, wie Felßner schilderte.

Diese Rolle fällt künftig zwei anderen zu: Neue Milchkönigin ist Sonja Wagner (21) aus Wonsees bei Kulmbach. Ihr zur Seite steht Prinzessin Melanie Maier aus Halfing. Letztere ist im richtigen Leben Studentin der Hauswirtschaft und verfügt über Erfahrungen als Betriebshelferin und Sennerin. Wagner ist Lebensmittelmanagement-Studentin mit einem Faible für englische Küche. Mit der Wahl sei ein Traum in Erfüllung gegangen, „dass ich die Krone trage, macht mich sehr stolz.“

„Dieser malerische Fleck“ – damit meinte er die Schönegger Käse-Alm – „ist wie gemacht für unsere Kür“, lobte Felßner, der an die Erfolgsgeschichte des Unternehmens erinnerte. Rund 45 Millionen Kilo Milch verarbeitet der Rottenbucher Betrieb, der an dem bekannten Pfaffenwinkler Milchweg liegt, jährlich, um daraus 4 400 Tonnen Käse herzustellen. 

ras

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