Bebauungsplan Drosselstraße Teil 2:

Peitinger Ringstraße breit genug für Vierachser

Müllauto
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Müllautos werden immer länger. In der Planung muss das berücksichtigt werden, sonst drohen längere Fußwege für die Anwohner.
  • vonJohannes Jais
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Peiting – Dass Müllfahrzeuge heutzutage vier Achsen haben – vor allem diejenigen, die in größeren Städten und Gemeinden zum Einsatz gelangen: Darauf weist explizit die EVA hin. Die Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallgesellschaft betont dies in ihrer Stellungnahme zum Bebauungsplan Drosselstraße Teil 2 im Norden von Peiting.

Falls die großen Lkw, seien es Vierachser oder Dreiachser mit längerem Laderaum als in früheren Jahren, die Ringstraße nicht benutzen können, die am Unterfeldweg abzweigt und auch wieder einmündet, dann müssten Anwohner die Müllbehälter an der nächsten, öffentlichen Straße bereitstellen. Darauf wird in der Stellungnahme der EVA hingewiesen.

Straßenbreite und Kurvenradien seien nochmals überprüft worden, heißt es dazu seitens der Marktverwaltung. Eine Änderung der bisherigen Planung sei deshalb nicht erforderlich. Diese Stellungnahme ist neulich im Marktgemeinderat so behandelt worden. Der Satzungsbeschluss ist inzwischen getroffen worden; damit ist der Bebauungsplan „durch“.

Kein Gehweg

Details der Erschließungsplanung hat Marktbaumeister Fabian Kreitl im Gremium vorgestellt. Die knapp 200 Meter lange Ringstraße, die zwei Mal an den Unterfeldweg im Osten anschließt, hat eine Breite von fünf Metern. Die Deckschicht wird erst zum Schluss aufgebracht, wenn die Häuser stehen. Auf einen Gehweg wird verzichtet. Als Befestigung am Rand sind ein- oder zweizeilige Granitzeilen vorgesehen.

Der Unterfeldweg soll 6,50 Meter breit werden. Er wird auf der Nordseite in einer Linkskurve Richtung Westen schwenken, damit dort – weiterführend über die Drosselstraße – die Anbindung an die Schongauer Straße möglich ist. Der Fußweg wird als Niederbord-Variante ausgeführt, weil es sich dabei um keine vielbefahrene Hauptverkehrs­achse wie an der Füssener oder Schongauer Straße handle, erklärte Marktbaumeister Kreitl.

Er sei grundsätzlich gegen einen Fußweg am Unterfeldweg, sagte Thomas Elste (Grüne). Im südlichen Abschnitt des Weges sei in der schon lange bestehenden Bebauung bis hinauf zur Münchner Straße auch kein Fußweg vorhanden.

Der Leiter des Marktbauamtes erklärte dazu, mit dem Gehweg im nördlichen Unterfeldweg werde die Sicherheit erhöht. Im Baugebiet mit seinen 22 Grundstücken für Doppelhäuser und Einfamilienhäuser plus den zwei Mehrfamilienhäusern sollen bevorzugt junge Familien heimisch werden, deren Kinder zur Schule gehen bzw. radeln oder die in den Kindergarten gebracht werden.

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