Beeindruckende Entwicklung – TSV Hohenpeißenberg feierte mit großem Festabend 100. Geburtstag

Vor den Ehrungen – unter anderem wurden Rudolf Kraus zum TSV-Ehrenmitglied und Martha Assum zur Ehrenvorsitzenden der Turnabteilung ernannt - schnitten Petra Maier und Dr. Klaus Löhnert die Jubiläumstorte an. Mit auf dem Foto (v.l.) die Festredner Thomas Dorsch, Walter-Josef Moser (BLSV), Hans Melch (Ehrenamtsbeauftragter beim Bayerischen Fußballverband), Heinz Eckl (Fußball-Spielgruppenleiter) und Günther Kretschmer (Bayerischer Turnverband). Foto: Jepsen

„Ganz schön alt geworden, aber dennoch jung geblieben – es ist ein großartiges Jubiläum.“ So wie von Bürgermeister Thomas Dorsch gab es am vergangenen Wochenende beim Festabend zum 100-jährigen Bestehen des TSV Hohenpeißenberg nur Lobeshymnen über das Geburtstagskind zu hören. Der Verein, der momentan verteilt auf vier Abteilungen rund 1 150 Mitglieder zählt und der größte in der Rigi-Gemeinde ist, wurde in den Festreden speziell für seine gesellschaftliche Bedeutung gewürdigt.

„Sportvereine gehören zu Dörfern wie die Kirche und der Wirt. Sie halten Leib und Seele zusammen“, erklärte Dorsch vor den rund 300 Festgästen im Haus der Vereine. Dem TSV bescheinigte der Rathauschef, einen wichtigen Beitrag für die Lebensqualität im Ort zu leisten. Vor allem hinsichtlich seiner integrativen Wirkung komme dem Sport eine „unverzichtbare Aufgabe“ zu: „Man schaut auf die Leistung und nicht auf die Herkunft“, betonte Dorsch, der nicht mit leeren Händen zum Jubiläum gekommen war. Für das TSV-Archiv überreichte der Bürgermeister eine Gründungsplakette von 1912 und eine knapp 90 Jahre alte Jubiläumsfahne der in der Arbeiterbewegung verwurzelten Freien Turner, die neben den konservativ geprägten Deutschen Turnern einer der Vorläufer des heutigen TSV waren. Für die Vereinskasse gab es zudem einen gemeindlichen Obolus von 1 000 Euro: „Der Betrag ist schon auf das Konto überwiesen“, versicherte Dorsch mit einem Lächeln im Gesicht. Mit einem Geburtstagsgeschenk für den Nachbar- und Patenverein wartete ebenso die Delegation vom TSV Peißenberg auf. Wenn auch nicht mit einem Geld-Scheck, „weil, wer selbst nichts hat, der kann auch keinem anderen was schenken“, wie „Patentante“ Petra Maier betonte, dafür aber mit einer „selbst gebackenen“ Geburtstagstorte: „Beide Vereine sind schon lange miteinander verbunden und pflegen ein sehr inniges Verhältnis“, konstatierte die Peißenberger TSV-Chefin. Ihr Hohenpeißenberger Amtskollege Dr. Klaus Löhnert blickte in seiner Festrede auf die Vereinsgeschichte zurück und attestierte dem TSV, eine „beeindruckende Entwicklung“ genommen zu haben. In den letzten 40 Jahren habe sich die Mitgliederzahl verfünffacht, wobei man vor allem bei der jungen Generation regen Zuspruch erfahre. „Das ist sehr erfreulich. Aber wird das auch so bleiben?“, fragte Löhnert. Angesichts der demografischen Entwicklung müssen seiner Meinung nach die Bemühungen „erheblich verstärkt“ werden, um bei den Teamsportarten keine personellen Engpässe entstehen zu lassen und Programme für Senioren anbieten zu können. Dafür brauche es aber ehrenamtliche Helfer: „Wenn es uns gelingt, solche Menschen für uns zu gewinnen“, erklärte Löhnert, „dann wird der Verein auch die nächsten 100 Jahre gedeihen und blühen.“

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