Begegnungscafé im Peitinger Kreuzerhaus

Anlaufstelle in Sachen Asyl

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Der Helferkreis um Anita Heiss (Mitte mit Halstuch) kurz vor der Eröffnung des Begegnungscafés. Noch ist viel zu tun, ehe am Samstag, 27. Februar, um 14 Uhr zur Eröffnung geladen werden kann.

Peiting – Eine Anlaufstelle für alle, die mit dem Thema Asyl befasst sind, soll es werden, das Begegnungscafé im Kreuzer-Haus in der Schongauer Straße 3. Neben Internetzugang und Kaffee und Kuchen sollen sich hier alle treffen können, die sich für die in Peiting lebenden Asylbewerber engagieren möchten.

 Am kommenden Samstag, 27. Februar, um 14 Uhr soll es soweit sein: Dann öffnet das Begegnungscafé im Kreuzerhaus seine Türen für alle Interessierten und engagierten Helfer. Einen Pavillon soll es geben und Kaffee und Kuchen und, so die Hoffnung von Anita Heiss, ganz viele Peitinger.

Bis dahin hat die Peitingerin mit ihrem Helferkreis noch einiges zu tun. Denn derzeit ist nur eine Sitzgruppe vorhanden und Tische, im Hinterzimmer gibt es zumindest schon einen Kühlschrank und eine Spüle. Hier sollen im Laufe der Woche noch vier Computerarbeitsplätze entstehen mit einem Internetzugang von Pro Asyl. Der ist gesichert, es können keine illegalen Seiten angesurft werden, dafür sind entsprechende Apps installiert, etwa um die Sprache des Gastlandes zu lernen.

Auch soll es hier einen WLAN-Zugang geben, sodass man auch mit einem Smartphone online gehen kann. Finanziert wird der Internetzugang über einen Unkostenbeitrag, den die Nutzer zahlen müssen. Geplant, so Heiss, sei auch, dass man hier später die Voucher verkauft für den Internetzugang in den Unterkünften.

Ohnehin ist das Begegnungscafé nunmehr die einzige Möglichkeit, sich außerhalb der Unterkünfte zu treffen, es gebe praktisch keinen anderen Ort, auch für den Helferkreis, um sich zu treffen. So sind die Räume auch schon teilweise während der Woche verplant.

Am Montag findet hier die Asylsozialberatung statt, dafür kommt ein Mitarbeiter der Caritas, unterstützt von einem Bundesfreiwilligendienstleistenden aus Herzogsägmühle für zwei Stunden ins Haus. Am Dienstag und Mittwoch steht das Café allen Interessierten offen, man wolle Kaffee und Kuchen anbieten, selbst gebacken. Wobei der Helferkreis noch weitere Unterstützer sucht. Am Mittwoch schließlich lädt das Café ein zum Spielnachmittag.

Ganz umsonst könne man natürlich nicht arbeiten, ist sich Heiss bewusst, einen gewissen Obolus müsse man verlangen, um tragfähig zu sein. Unterstützung bekommt das Begegnungscafé aber beispielsweise durch die Gemeinde, die unkompliziert schon geholfen hat.

Darauf hofft man auch, wenn die Pläne für das Kreuzerhaus, das bis vor Kurzem noch als für Existenzgründer verwendet wurde, realisiert werden sollten. Denn die Marktgemeinde hat die Mittel für den Abriss des Gebäudes im Haushalt 2016 schon fest eingeplant.

Nun aber planen die Frauen um Anita Heiss, die immer zu zweit, unterstützt von Asylwerbern das Café führen wollen, zunächst die Eröffnung. Mit einem Herzlich Willkommen, hoffentlich in vielen Sprachen.

Oliver Sommer

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