Wettbewerb für experimentelle Fotografie

Die Sonne im Glas gefällt am besten

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Die Preisverleihung: (v. li.)Helmut Bernhardt (Fotogruppe), Gewinner Peter Götz (vor dem Gewinnerbild), Hubert Blockinger und Basti Rößle, Dr. Volker Jaenisch (Fotogruppe Altenstadt) und Bürgermeister Albert Hadersbeck.

Altenstadt – Durchaus mit Überraschungen aufwarten konnte der Wettbewerb für experimentelle Fotografie in Altenstadt. Das betrifft nicht nur die Ideen und Titel der Bilder. Das gilt auch für einige Teilnehmer, die das erste Mal dabei waren und schon top Ergebnisse erzielt haben. So schilderte es Helmut Bernhardt von der Fotogruppe Altenstadt bei der Preisverleihung.

Die Auszeichnung der drei Besten mit Urkunden wurde im alten Feuerwehrhaus an der Burglachbergstraße vorgenommen, das für kleine Ausstellungen ein besonderes Ambiente bietet. Nach der Vernissage konnten dort übers Wochenende auch die Arbeiten der 41 Teilnehmer besichtigt werden.

Eine dreiköpfige Jury vergab die Punkte. Dazu gehörten Illustratorin Bettina Buresch aus Schongau, Künstler Peter Mayr aus Peiting und Maler Charly Walter aus Schongau.

Platz eins erreichte Stefan Götz aus Reichling mit seiner abstrakten Darstellung „Sonne im Glas“, die mit ihren warmen Farben im dunklen Passepartout besonders zur Geltung kommt. Zu sehen ist darauf ein Weinglas „mit Spätburgunder“, wie der Hobbyfotograf witzelte. Der 53-Jährige hatte das erste Mal in Altenstadt mitgemacht, ist also ein Newcomer bei diesem Wettbewerb. Peter Götz arbeitet beim Bayerischen Rundfunk und wohnt seit September 2016 in Reichling.

Die zweitmeisten Punkte wurden an Bastian Rößle vergeben. Der junge Mann ist aus Peiting und machte ebenfalls das erste Mal beim Wettbewerb für experimentelle Fotografie xF3000 mit. Seine Arbeit ist mit „Der Lichttunnel“ betitelt – ein abstraktes Foto, auf dem nur die Farben weiß, rot und schwarz vorkommen.

Ein altbekannter Hase in der Szene ist hingegen Hubert Blockinger vom Fotoclub Wolfratshausen. Mit dem Bild „Wasserwunder“, auf dem der Strahl unterm Hahn schwungvoll eine Kurve macht und dann nach oben zu einer Zahnbürste führt, kam er auf den dritten Platz.

Volker Jaenisch aus Schongau – er hat zusammen mit Helmut Bernhardt und Michael Schneider vor nahezu fünf Jahren die Fotogruppe Altenstadt ins Leben gerufen – erklärte zum Wettbewerb, dass es ein ausgetüfteltes Punktesystem gibt. So zählt eine Arbeit beispielsweise mehr, wenn zwei Juroren die Höchstpunktzahl 10 vergeben und ein dritter nur null angibt, als wenn dreimal jeweils sieben Punkte zugesprochen werden, obwohl dies letztlich in der Summe mehr ergibt.

jj

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