Stadtrat gibt grünes Licht

Parkplatz am Buchenweg wird heuer gebaut

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So soll der Parkplatz am Buchenweg aussehen.

Schongau – Was lange währt, wird endlich gut: Am Dienstag hat der Stadtrat endgültig grünes Licht für die Umsetzung von zwei Projekten gegeben, die sich bereits seit 2011 auf der Agenda befinden. Noch in diesem Jahr sollen 64 Parkplätze am Buchenweg entstehen. Saniert wird zudem der Fußweg am Bahnberg.

Eigentlich hätten die Stellplätze am Buchenweg bereits im vergangenen Jahr realisiert werden sollen. Im April 2016 hatte der Bauausschuss die Vorentwurfsplanung des beauftragten Büros abgesegnet. Die sah vor, dass auf dem brach liegenden Buchenweggelände 69 altstadtnahe Stellplätze gebaut werden. Bis dahin war nur ein kleiner Teil der Fläche provisorisch als Parkplatz hergerichtet worden. Doch dabei ist es bis heute geblieben. Der Grund dafür liegt im Untergrund. Denn als man den Boden vor Beginn der Bauarbeiten routinemäßig untersuchte, stieß man auf eine unliebsame Überraschung: Das vorhandene Erdreich wies Altlasten auf. „Das hat natürlich den Zeitplan durcheinander gebracht“, sagt Stadtbauamtsmitarbeiter Martin Blockhaus. Ein Bodengutachter musste eingeschaltet werden, um gemeinsam mit Landrats­amt und Wasserwirtschaftsamt die weitere Vorgehensweise abzustimmen. Ziel sei es gewesen, möglichst wenig Boden auszutauschen, um die Kosten nicht in die Höhe zu treiben, sagte Planer Martin Hofmann.

Dafür wurde der Entwurf noch einmal überarbeitet und unter anderem die Versickerungsflächen vergrößert. Weil zusätzlich auch noch zwei Stellplätze in Behindertenparkplätze umgewandelt wurden, sinkt die Zahl der Parkmöglichkeiten dadurch auf 64. Die Mehrkosten gegenüber der ursprünglichen Planung bezifferte Hofmann auf rund 30 000 Euro. In einer ersten Schätzung war man noch von 40 000 Euro ausgegangen. Insgesamt liegen die Baukosten damit bei 348 000 Euro. Beinhaltet ist dabei die Ausführung des Betonpflasters in Muschelkalkoptik. Allerdings muss die Stadt nur 40 Prozent der Summe selbst tragen. Den Rest übernimmt die Regierung von Oberbayern im Rahmen der Städtebauförderung. Die Stadträte segneten die endgültige Planung einstimmig ab. Noch im Frühjahr soll die Ausschreibung erfolgen.

Mehr Komfort für Fußgänger

Gleiches gilt auch für das zweite Projekt, dem die Stadträte ebenfalls einstimmig grünes Licht erteilten: die Sanierung des Fußweges am Bahnberg. Der soll künftig deutlich fußgänger- und radfahrerfreundlicher werden. Aktuell weist der Weg in manchen Bereichen bis zu 20 Prozent Steigung auf. Nach dem Umbau sollen es nur noch zwischen zehn und 15 Prozent sein. Dafür muss die Breite auf 2,75 Meter reduziert werden, was aber laut Planer ausreicht, damit drei Personen bequem nebeneinander gehen können und auch der Winterdienst gewährleistet ist. Der schmälere Weg wäre zudem weniger anfällig für Erosion, der gewonnene Seitenraum bietet Platz für ein Stahlrohrgeländer analog zu jenem am Fußweg zum Schwanenweiher. Zugleich könnte die Stützmauer unterhalb des Stadtmauertors entfallen. Die Böschungssicherung aus Holzbohlen und Betonriegel unterhalb des Altstadtrundwegs soll durch Granitdielen ersetzt werden.

Was die Oberflächenbefestigung des Weges angeht, bliebe es laut Planer Martin Hofmann bei einer Asphaltdecke. Nur in den Kreuzungsbereichen mit dem Altstadtrundweg ist ein Granit-Kleinsteinpflaster vorgesehen. Der „Mittlere Platz“ sowie die untere Kurve sollen zudem mit Bänken zu Ruhezonen aufgewertet werden.

Kein neuer Weg

Komplizierter wurde es, als es um die künftige Wegeverbindung vom Fuß des Bahnbergs in Richtung Kindergarten ging. Die erste Variante, die Planer Martin Hofmann präsentierte, sah den Bau eines neuen Wegs unterhalb der bestehenden Treppenanlage vor. Problem dabei sei allerdings, gab Hofmann zu bedenken, dass in dem Bereich neue Leitungen verlegt worden seien. Diese müssten beim Bau unter Umständen verlegt werden, was die Variante zusätzlich verteuern würde. Deutlich günstiger und auch einfacher sei es, die bisherige Trasse zu einem barrierefreien Weg ohne Stufen umzubauen, so der Planer. Statt 354 000 Euro würde die Maßnahme nur 294 000 Euro kosten. Einziger Nachteil: Der Weg wäre mit 18 Prozent deutlich steiler als bei einer neuen Verbindung (zwischen vier und elf Prozent).

80 Prozent Förderung

Im Gremium rannte Hofmann damit offene Türen ein. „Wir haben schon in der ersten Diskussion 2011 für die Variante 2 gekämpft“, erinnerte CSU-Fraktionschef Michael Eberle. Warum diese damals überhaupt ins Spiel gekommen sei, wollte Friedrich Zeller (SPD) wissen, der ebenfalls für die günstigere Alternative plädierte. Bei den Überlegungen sei es um die Barrierefreiheit und die damit verbundene Förderung gegangen, erklärte Stadtbaumeister Ulrich Knecht. Mittlerweile stehe aber fest, dass auch die günstige Variante gefördert werde. Und das nicht zu knapp: Obwohl die für Barrierefreiheit offiziell geforderte maximale Steigung von sechs Prozent deutlich überschritten werde, könne die Stadt auch Mittel aus dem Strukturfond anzapfen. So müsste sie für die komplette Sanierung nur 20 Prozent der Kosten übernehmen, wenn diese heuer umgesetzt wird. 

chpe

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