"Sofort handeln"

Bernbeurener Straße in Schongau muss saniert werden

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Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht ist eine Fahrbahnsanierung unumgänglich. Das Vorhaben soll bereits im Frühjahr umgesetzt werden.

Schongau – Immense Schäden an allen Einbauteilen weist, laut Martin Blockhaus, im Bauamt für den Tiefbau zuständig, die Bernbeurener Straße auf. Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht ist eine Fahrbahnsanierung unumgänglich. Das Vorhaben soll bereits im Frühjahr umgesetzt werden und wird rund 100.000 Euro verschlingen.

Den dringenden Sanierungsbedarf hatte der Bauhof im Zuge der regelmäßigen Befahrung der öffentlichen Straßen festgestellt. Als Sofortmaßnahme wurden dabei die betreffenden Bereiche mit Kaltasphalt verschlossen. Jedoch wird sich der Zustand der schadhaften Bereiche über die Frostperiode wieder stark verschlechtern, prophezeite Blockhaus. „Da besteht wirklich Gefahr, wir müssen eigentlich sofort handeln“, machte der Bauamts-Mitarbeiter in der Stadtratssitzung am Dienstag deutlich.

Alle Schachtoberteile müssen ausgetauscht werden, da die hohe Belastung durch Schwerverkehr zu Asphaltausbrüchen führe – im Schnitt befahren die Bernbeurener Straße rund 7.700 Kraftfahrzeuge pro Tag, davon mit 2,1 Prozent auch Schwerverkehr, was vor allem an den dort angesiedelten Firmen liege. Zudem ist die Straße relativ alt – sie wurde 1998 hergestellt.

Von Seiten der Verwaltung werde die Instandsetzung der Einbauten – zum Beispiel der Schachtabdeckungen – mit einer Deckschichterneuerung empfohlen, erläuterte Blockhaus den Stadträten. Die Sanierungskosten wurden von der Firma Dobler mit 103.930 Euro ermittelt. Geplant sind die Arbeiten fürs Frühjahr. Um die Hinterlieger – vor allem die Firmen Hochland und Hörbiger – nicht zu sehr einzuschränken, sei derzeit eine halbseitige Sperrung angedacht.

Dem Prozedere stimmte das Gremium zu. Daran, dass auch die Schönlinder Straße dringend saniert werden müsse, erinnerte Kornelia Funke. „Auch da haben wir eine Verkehrssicherungspflicht“, so die CSU-Fraktionsvorsitzende. Ilona Böse (SPD) wollte wissen, ob es sich nur um eine Sanierung handele oder ob beispielsweise auch ein Fahrradstreifen oder Querungshilfen angedacht seien. Die Gehwege würden nur in Teilbereichen instandgesetzt werden, erwiderte Blockhaus. In Sachen Fahrradstreifen meinte er, dass es sich hier um eine Gewerbestraße handele. Ob ein solcher Streifen hier wirklich sinnvoll ist, versprach er aber abzufragen. 

asn

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