Geeint ins Mega-Projekt Ortsdurchfahrt

Nun doch: Gute Chance auf Querungshilfe in Bernbeuren

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Am Untere Dorfbrunnen queren viele Bernbeurer die Kreisstraße, deren Sanierung Ende April bei Ried anläuft. Die Frage, wie ihre Sicherheit zu verbessern ist, beschäftigt Gemeinde und Landkreis. Bürgermeister Martin Hinterbrandner glaubt an eine zufriedenstellende Lösung.

Bernbeuren – Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Bernbeuren steht in den Startlöchern. Sie wird ein ebenso aufwendiges wie kostspieliges Unterfangen. Wie groß der Anteil der Gemeinde daran sein wird, war in der Vergangenheit ein heiß diskutiertes Thema, nun ist eine Lösung gefunden. Und: Auch in Sachen Querungsmöglichkeiten ist Bürgermeister Martin Hinterbrandner mittlerweile guter Dinge.

Schon Ende April starten im Abschnitt Ried die Bauarbeiten an der Kreisstraße, die nach jetzigem Stand insgesamt 2,8 Millionen Euro kosten werden. Das ergab die Submission, bei der die Firna Haseitl den Zuschlag erhielt und deren Ergebnis am Dienstag vergangener Woche im Gemeinderat bekannt gegeben wurde. Den Großteil stemmt dabei der Landkreis, auf die Gemeinde kommen 640.000 Euro zu. Unklarheit bestand lange Zeit darüber, nach welchem Schlüssel jeweils dort abzurechnen sei, wo nicht ganz klar ist, ob die Maßnahme eindeutig dem Landkreis oder Bernbeuren zuzuordnen sei. „Den Straßenbelag übernimmt der Landkreis, die Pflastersteine für den Gehweg die Gemeinde – das ist klar“, erklärt Bürgermeister Martin Hinterbrandner. „Aber was ist zum Beispiel mit Hofeinfahrten?“

Nach Verhandlungen, die das Ortsoberhaupt als „sehr sachlich und konstruktiv“ beschreibt, habe das Staatliche Bauamt zuletzt einen „nachvollziehbaren Rechenweg“ vorgelegt. Das Ergebnis: In nicht eindeutig zuzuordnenden Bereich fallen dem Landkreis 72, der Gemeinde 28 Prozent der dort entstehenden Kosten zu. Das sind immerhin fünf Prozent weniger für Bernbeuren, als nach vorheriger Version. Eine kleine Ausnahme gibt es: Bei der Stützmauer am Pfarrstadel sind es 73 Prozent für den Landkreis und 27 für die Bernbeurer Kasse.

Querungshilfe kommt

„Dank und Lob“ für die zielgerichteten Gespräche will Hinterbrandner dem Landratsamt auch in einer weiteren Angelegenheit aussprechen. Schien es zuletzt noch so, als sei mit der geplatzten Einfärbung des Straßenbelags die letzte Möglichkeit ausgeschieden, den Bürgern das Queren der Hauptstraße zu erleichtern (wir berichteten), kam nun nochmals Bewegung in die Angelegenheit. „Alles, was als Lösung angedacht werden kann, ist nochmal auf den Tisch gekommen“, erläutert der Rathaus-Chef.

Ein Ergebnis gebe es noch nicht, doch verrät Hinterbrander: Eine Fußgänger-Überführung und eine zusätzliche Verkehrsinsel seien nicht machbar. „Zebrastreifen, Fußgänger­ampel, eine Beschilderung mit einer massiven Tempobeschränkung und der farbige Asphalt“ sind indes wieder im Rennen. „Der Farbasphalt ist aber nicht ideal“, findet der Bürgermeister.

Näher ins Detail gehen wollte Hinterbrandner noch nicht; bis Ende nächster Woche rechnet er mit einem spruchreifen Ergebnis. „Es wird was kommen, die Gespräche laufen.“

ras

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