Drei Neue im Gemeinderat

Max Bertl als Steingadens neuer Bürgermeister eingeschworen

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Neben Bürgermeister Max Bertl (rechts) und seinem Stellvertreter Leo Eicher (links) wurden auch die neuen Gemeinderäte Thomas Illert, Sebastian von Eltz-Rübenach und Johannes Klein vereidigt.

Steingaden – Wie drei neue Gemeinderäte ist auch der neugewählte Bürgermeister Max Bertl bei der konstituierenden Sitzung in Steingaden auf die Verfassung und das Grundgesetz eingeschworen worden. Bertls Stellvertreter wurde Leo Eicher. Künftig wir es einen Wegausschuss geben, der Bauausschuss bleibt zunächst nur beratend.

Wie überall in Bayern wurden auch in Steingaden Anfang Mai der Gemeinderat und die neugewählten Mitglieder vorgestellt. Sebastian von Eltz-Rübenach und Johannes Klein von der Liste für Steingaden ergänzen nun das Gremium. Ebenso wie Thomas Illert, der in der Wahl gegen den neugewählten Bürgermeister Max Bertl unterlegen war. Nach ihren Vereidigungen wurde Leo Eicher, bislang schon zweiter Bürgermeister in Steingaden, in seinem Amt bestätigt.

Anschließend gab sich das Gremium eine Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts und erließ eine Geschäftsordnung für den Gemeinderat. Dabei wurden unter anderem auch die künftigen Ausschüsse diskutiert. So wird es künftig einen Wegeausschuss geben.

Dieser beratende Ausschuss wird hinsichtlich der Flur­neuordnung in Steingaden in den nächsten Jahren wichtig. Der Bauausschuss, bislang ebenfalls nur beratend, sollte nach dem Willen Bertls künftig auch Beschlüsse treffen dürfen.

In der sich anschließenden Diskussion lehnten weitere Gemeinderäte diesen Vorschlag ab. Unter anderem mit der Begründung, dass etwa die Auswahl der Käufer in den Baugebieten das „Herzstück“ des Gemeinderates sei und man das nun nicht dem Bauausschuss überlassen wolle.

Bertl hatte beabsichtigt, den Gemeinderat bei Themen rund um Bauanträge und Baugebiete künftig zu entlasten. So hieß es dann auch, dass der Bauausschuss als Teil des Gemeinderates effektiver arbeiten könnte. So ließen sich viele Themen und Beschlüsse auf einem kurzen Weg umsetzen und bestimmte „große Angelegenheiten“ könnte man nach wie vor vom Bauausschuss in den Gemeinderat verweisen.

Umgekehrt ist es aber auch mit Blick auf die künftigen Ladungszeiten möglich, dass der Gemeinderat dem Bauausschuss Entscheidungen überträgt, die sonst zu lange liegen würden, etwa bei Fristen, die einzuhalten sind. So wurde die Entscheidung vorerst vertagt, man will sich aber demnächst nochmals zusammensetzen und solche Fragen diskutieren.

Dazu hatte Bertl in einem Schlusswort, in dem er die Zusammenarbeit der Gemeinderatsmitglieder beschwor, auch eine Klausurtagung angeregt, bei der die Ressortthemen und weitere Fragen aufgegriffen werden sollen. Unter anderem brachte Roberta Leimbach, die ebenfalls als Kandidatin um das Bürgermeisteramt angetreten war, zum Ausdruck, dass man dem neuen Bürgermeister vor allem auch in Finanzdingen Vertrauen entgegenbringe. Dabei ging es auch um die Summe, über die der Bürgermeister kurzfristig verfügen darf, ohne den Gemeinderat fragen zu müssen.

Hinsichtlich der Referenten, derzeit gibt es eine für die Themen Senioren und Jugend, merkte Laimbach an, dass sich dahingehend im alten Gemeinderat nichts getan habe. Es seien zwar Arbeitskreise angedacht gewesen“ aber es ging nie etwas vorwärts“. Die Frage der Referenten soll nun mit Blick auf die Frage „Wo wollen wir hin?“, und den sich daraus ergebenden Handlungsfeldern geklärt werden.

Abschließend erklärte Max Bertl, dass seine Bürotüre für alle Gemeinderäte offen stehe. Er wünschte sich eine gute Zusammenarbeit und hoffte, dass das Gremium „zamwachse“. Und Bertl versprach, seine Räte über alle Themen auf dem Laufenden zu halten.

gau

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