Auf dem Weg zur Erkenntnis

Berufsfachschulen verabschieden 67 erfolgreiche Absolventen

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Die drei Besten der jeweiligen Fachrichtungen der Berufsfachschulen sowie einer Integrationsklasse durfte sich über die Glückwünsche der stellvertretenden Landrätin Regina Bartusch, des Schulleiters Thomas Schütz (v. links) sowie des Landtagsabgeordneten Harald Kühn (rechts) freuen. Die absolute Traumnote von 1,00 erreichte Celine Eberle (vorne rechts), knapp gefolgt von Simone Kästl (vorne links) mit 1,07.

Schongau – Einen Tag nach den Berufsschülern haben am Mittwochabend auch die Absolventen der Berufsfachschulen ihre Abschlusszeugnisse im Jakob-Pfeiffer-Haus entgegen genommen. Die 67 Absolventen dürfen ab jetzt die Berufsbezeichnung Staatlich geprüfter „Kinderpfleger“, „Sozialbetreuer und Pflegefachhelfer“, „Helfer für Ernährung und Versorgung“ oder „Kaufmännischer Assistent“ führen. Einmal wurde die Traumnote 1,00, einmal die 1,07 erreicht.

Schulleiter Thomas Schütz ermutigte die Abschlussschüler, ihre Möglichkeiten, besonderen Fähigkeiten und Talente nun zu entdecken. Das Erkennen der eigenen Stärken, das „Selbst-Bewusstsein“, gehöre zu den wichtigsten Erkenntnissen im Leben, so der Schulleiter. Diese Erkenntnis verglich Schütz mit der Geschichte über ein Löwenjunges, das allein unter Schafen aufwächst und annimmt, es sei selbst ein Schaf. Doch eines Tages taucht ein anderer Löwe auf, führt das Junge zu seinem Spiegelbild und klärt es auf. „Dieser Löwe hat Glück gehabt“, sagte der Schulleiter. „Jemand hat sich seiner angenommen, ihm seine Bestimmung gezeigt.“

Dass sich auch die Lehrer der Berufsfachschulen ihren Schützlingen angenommen hätten, darauf ging die stellvertretende Landrätin Regina Bartusch ein: „Eure Lehrer haben Euch auch bestimmt die eine oder andere Weisheit über das Leben gelehrt“, so Bartusch. Eine Ausbildung stelle jedoch die absolute Grundvoraussetzung dar, um in der Arbeitswelt bestehen zu können. Eine solch gute Basis hätten sich auch die Absolventen der Berufsintegrationsklassen geschaffen, so die stellvertretende Landrätin.

Als Fundament für den künftigen Berufs- und Lebensweg bezeichnete der Landtagsabgeordnete Harald Kühn den Abschluss der Schüler. Er legte den Absolventen ans Herz, sich den aktuellen Entwicklungen anzupassen: „Kein Abschluss ohne Anschluss“, sagte der Landtagsabgeordnete. Besonders in Bezug auf die 16 Integrationsabsolventen hob Kühn hervor, wie wichtig es sei, „mit Optimismus und nicht mit Abgrenzung diesen Weg zu begehen“. Für ihre Traumnote von 1,00 wurde Celine Eberle und die nur knapp dahinter liegende Simone Kästl (1,07) besonders geehrt.

Jede Klasse blickte noch einmal auf die vergangenen Jahre zurück, beispielsweise auf einen ausländischen Mitschüler, der die Klasse mangels Aufenthaltsgenehmigung wieder verlassen musste, auf eine Abschlussfahrt nach Nesselwang oder darauf, dass man dieses Mal wirklich etwas für das Leben gelernt hat. Der Schulchor unter Leitung von Galina Christiani begleitete die Veranstaltung. Es war gleichzeitig sein letzter Auftritt in dieser Konstellation. Christiani verabschiedete sich in den Ruhestand. 

Astrid Neumann

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