Berufswahlmesse in Schongau

Was will ich werden?

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Viel los war an den Ständen der Aussteller in der Aula der Schongauer Pfaffenwinkel-Realschule bei der Berufswahlmesse.

Schongau – Hinkommen, Infos holen, auskennen: Unter diesem Motto stand die Berufswahlmesse der Realschule Schongau, die jüngst nun schon zum sechsten Mal stattfand. Bei den Schülern kam die Veranstaltung an. Der Andrang an den Ständen der 38 Firmen und Einrichtungen war groß.

Extra einen Gong hatten die Organisatoren Florian Pointner und Tanja Paetsch auf der Bühne der Realschul-Aula aufstellen lassen, damit Konrektorin Ulrike Knittel die Berufs-wahlmesse feierlich eröffnen konnte. Doch als Knittel um kurz nach 14 Uhr den Klöppel schwang, bekam dies kaum ein Schüler mehr mit. Denn längst hatten diese sich um die 39 Stände gescharrt, an denen die Unternehmen und Organisationen der Region ihre Ausbildungsberufe vorstellten. 

„Wir hatten uns den Beginn natürlich anders vorgestellt“, sagte Pointner. Der Organisator nahm den Schülern das Desinteresse an der offiziellen Eröffnung freilich nicht übel. „Das zeigt, dass Interesse und Neugierde an dem, was wir hier machen, da sind.“ Das zeigten auch die nackten Zahlen: 500 Anmeldungen von Schülern und ihren Begleitpersonen registrierten die Organisatoren im Vorfeld – so viele wie noch nie zuvor. 

Mit 39 Firmen und Einrichtungen – darunter die großen regionalen Arbeitgeber Hochland, Hoerbiger, Hirschvogel und Agfa – verpasste man den Ausstellerrekord aus dem Vorjahr (40) nur knapp. Manchen Unternehmen habe man sogar absagen müssen, um einen zu starken Fokus auf eine Branche zu vermeiden, erklärte Pointner. „Es soll ja für jeden etwas dabei sein.“ 

Tatsächlich reichte das Angebot vom sozialen über den technischen bis zum kaufmännischen Bereich, vom Pflegeunternehmen über den Maschinenbauer bis hin zu den Banken. Viele Firmen hatten Auszubildende mitgebracht, die den Schülern aus erster Hand berichten konnten. Längst ist um die Fachkräfte von morgen ein Kampf entbrannt, die die Teilnahme an Veranstaltungen wie dieser fast schon zur Pflicht machen. „Wir sind an allen Messen in der Region vertreten“, bestätigt Arnold Klein, bei Hirschvogel für die Ausbildung zuständig. 

Für die Neuntklässler war die Berufswahlmesse am Freitagnachmittag eine Pflichtveranstaltung – anders als für die Schüler der achten und zehnten Klassen, die dennoch ebenfalls zahlreich vertreten waren. Dazu zählte auch die Teilnahme an mindestens zwei von vier Fachvorträgen, die sich mit der schriftlichen Bewerbung, dem Vorstellungsgespräch, Einstellungstests und den mitzubringenden Schlüsselqualifikationen auseinandersetzten. Ende Mai folge dann als letzter Schritt noch ein Bewerbertraining, bei dem die Bewerbungsunterlagen mit Fachleuten besprochen werden können, kündigte Pointner an.

Christoph Peters

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