Beschluss gekippt

Massive Einwände gegen Nachverdichtung in der Peitinger Sandgrube

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Kehrtwende hingelegt: Der Beschluss, am Ortsrand in der Sandgrube mehr Wohnungen zu ermöglichen, ist wegen massiver Bedenken wieder aufgehoben worden.

Peiting – Nur ein Vierteljahr hatte ein Beschluss vom April Bestand, worin die Marktgemeinderäte in der vorletzten Sitzung der vergangenen Legislaturperiode einer Nachverdichtung am Ortsrand in der Sandgrube zustimmten. Dieser Beschluss ist jetzt durch ein Votum im Juli gekippt worden.

Der Gemeinderat hatte es im April befürwortet, dass ein Bauwerber sein Haus erweitert und statt der bisher zwei künftig drei Wohnungen unter einem Dach haben darf. Dazu wurde – baurechtlich war das die Voraussetzung – die Außenbereichssatzung in der Sandgrube geändert. Damit hätten freilich die anderen acht Hausbesitzer in dieser tief gelegenen Zeile am nördlichen Ortsrand ebenfalls die Möglichkeit, in ihren Gebäuden nachzuverdichten – nach dem Motto „gleiches Recht für alle“.

Massive Stellungnahmen

„Wir ham jetzt massive negative Stellungnahmen bekommen“, führte Bürgermeister Peter Ostenrieder in die Thematik ein. Da seien einerseits die Nachbarn, die mit der Aufstockung bei dem Antragsteller nicht einverstanden sind. Außerdem habe die Untere Naturschutzbehörde am Landrats­amt ihre Bedenken geäußert, weil bei einer Mehrung bis zu acht Wohneinheiten in diesem Quartier sehr wohl Auswirkungen auf Natur- und Artenschutz zu befürchten seien.

Mit großer Mehrheit wurde nun der Satzungsbeschluss vom April aufgehoben. Es gab eine Gegenstimme. Diese kam von Gemeinderat Norbert Merk (CSU).

jj

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