Neue Haltestelle in Schongau sorgt für bessere Anbindung zum Krankenhaus

Mit dem Bus zur Klinik

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RVO-Verkehrsplaner Ralf Kreutzer, Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl, Krankenhaus GmbH-Geschäftsführer Reinhold Socher, Cornelia Funke (Seniorenbauftragte der Stadt Schongau) und Seniorenbeiratsvorsitzende Elisabeth Wagner vor der neuen Haltestelle am Schongauer Krankenhaus. Foto: Peters

Schongau – Eine Bus-Haltestelle auf dem Klinikgelände des Schongauer Krankenhauses ist ein Wunsch, der schon seit Jahren ganz oben auf dem Wunschzettel des Seniorenbeirats steht. Gut zwei Wochen vor Weihnachten ging er nun in Erfüllung.

Seit Montag halten RVO-Busse der Linien 9659 und 9824 nach Altenstadt und Landsberg am klinikeigenen Bushäuschen – eine deutliche Erleichterung für Patienten und Besucher, die bislang an der vielbefahrenen Augsburger Straße aussteigen und diese unter- oder überqueren mussten. Dementsprechend zufrieden klopften sich die Verantwortlichen bei der offiziellen Vorstellung des neuen Haltepunkts am vergangenen Freitag auf die Schultern. „Die Anregung gibt es bereits sei Beginn meiner Amtszeit“, erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl. „Ich bin froh, dass wir es jetzt geschafft haben. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass die Stadt hinter dem Krankenhaus steht.“ Dessen Geschäftsführer Reinhold Socher betonte, wie wichtig die Haltestelle für das Klinikum sei. „Wir haben vorwiegend ältere Patienten und damit auch ältere Besucher. Für die ist es wichtig, dass es eine gute Anbindung gibt.“ Dazu zähle neben der direkten Haltestelle auch die Verbindung zum Bahnhof und der Altstadt, warf die Seniorenbeiratsvorsitzende Elisabeth Wagner ein. „Viele Leute kommen mit dem Zug aus Weilheim in die Geriatrie, die hängen sonst in der Luft.“ Zehn Mal hält der Bus vom Bahnhof kommend künftig an Werktagen an der neuen Haltestelle. In die andere Richtung sind es sogar dreizehn Fahrten. Samstags wird das Krankenhaus immerhin noch vier Mal angefahren, am Sonntag gibt es keine Verbindung. Warum die Änderung nicht schon früher in Angriff genommen worden war – das Bushäuschen etwa gibt es schon seit Langem – erklärte Verkehrsplaner Ralf Kreutzer mit der bislang fehlenden Wendemöglichkeit auf dem Klinik-Gelände. Damit die Busse künftig ihre Schleife über den Besucherparkplatz drehen können, mussten zwei Parkplätze mit Blumenkübeln gesperrt und Halteverbotsschilder aufgestellt werden. Die Kosten für die Beschilderung übernahm die Krankenhaus GmbH. Dass die ausgedachte Lösung funktioniert, bewies Kreutzer den Verantwortlichen mit einer Probefahrt im extra bereitgestellten RVO-Bus. Praktisch: Wer demnächst am Klinikum auf den Bus wartet und über ein internetfähiges Mobiltelefon verfügt, kann mithilfe eines speziellen QR-Codes auf dem Fahrplan die Ankunftszeit des nächsten Busses abrufen.

Von Christoph Peters

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