Drei Beteiligte steuern 150.000 Euro bei

Bewegung beim Weg ins Weinland

Weinland Weg Weiler Peiting
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Wo es grob fehlt: der Weg in den Weiler Weinland. Nun gibt es eine Einigung; der Ausbau ist auch dank Zuschuss des Staates in Sicht.
  • VonJohannes Jais
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Peiting – Wiederholt wurde in den vergangenen zwölf Jahren um eine Lösung gerungen, zeitweise schien es, als ob da nichts mehr vorwärts geht; doch jetzt wird es doch noch was mit dem Ausbau des Weges zum Weiler Weinland. Die Anlieger beteiligen sich mit maximal 150.000 Euro. Der Markt Peiting beantragt beim Amt für ländliche Entwicklung eine Förderung. Außerdem sichert die Gemeinde zu, etwaige Mehrkosten zu übernehmen.

Die Marktverwaltung versucht regelmäßig, Fördermittel für den Ausbau des Weges zu generieren. Voraussetzung dafür, dass Zuwendungen beantragt werden können, ist eine detaillierte Kostenermittlung. Dabei wurden von einem Fachbüro für die 813 Meter lange Verbindung 552.000 Euro errechnet.

Zwischenzeitlich wurde ein Förderprogramm des Bundes und der Länder aufgelegt, das speziell zur Erschließung von Almen, Alpen, Einzelhöfen und Weilern gedacht ist. Die Zuwendung, die dafür in Aussicht gestellt wird, macht fast zwei Drittel der Kosten aus, wenn die Gemeinde als Antragsteller auftritt (und nicht die Anlieger).

Im Marktbauamt wurde die Kostenschätzung erneut überprüft; das Ziel waren Einsparungen. Bei einer Verringerung der Ausbaubreite auf 3,5 Meter konnten die Kosten auf maximal 400.000 Euro reduziert werden, wie Marktkämmerer Christian Hollrieder im Gemeinderat berichtete.

Der Weg, der von der Kreuter Straße abzweigt und in nördlicher Richtung ins Weinland führt, ist seit mehreren Jahren in einem sehr schlechten Zustand. Er wird zwar streng genommen noch der Bestimmung als „nicht ausgebauter Feld- und Waldweg“ gerecht – z.B. für Traktoren. Doch Anlieger und Besucher mit einem herkömmlichen Pkw haben große Schwierigkeiten und befürchten, dass sie in Löchern stecken bleiben und das Auto Schaden nimmt.

Im Gemeinderat hieß es schon vor zwei Jahren, dass vom Roten Kreuz der Hinweis gekommen sei, bei einem Notfall im Weinland den Weiler mit dem Rettungswagen bei den miserablen Wegeverhältnissen nicht mehr ansteuern zu können. Und jetzt hieß es, dass sich der Fahrer eines Milchsammelwagens geweigert habe, ein landwirtschaftliches Anwesen am Weg anzufahren.

Im Mai gab es ein Gespräch mit den drei Anliegern, die Hauptnutzer sind. Kämmerer Hollrieder verwies darauf, dass Bürgermeister Peter Ostenrieder „Verhandlungsgeschick“ bewiesen habe und eine Einigung erzielt werden konnte. Die Gemeinderäte stimmten nun im Juni dem Feldwegebau und dem Antrag für eine Zuwendung aus dem Förderprogramm zu.

»Im Namen der Bauernschaft«

Seinen Respekt für die gefundene Lösung drückte Gemeinderat und BBV-Obmann Andreas Barnsteiner aus – „im Namen der Bauernschaft“. Er hoffe auf gutes Miteinander der Anlieger, aber auch zwischen Landwirten, Spaziergängern und Radlern.

„Ich bin froh, dass die Lösung kommt“, bekundete Herbert Salzmann (SPD). Der Weg zum Weinland im Südwesten Peitings werde auch von Spaziergängern und Radlern frequentiert.

Franz Seidel (BVP) zeigte sich erleichtert, „dass es zu einem guten Ende kommt“ und dass dafür ein Zuschuss von 250.000 Euro zu generieren sei. Norbert Merk (CSU) freute sich ebenfalls darüber, dass der Weg für die Sanierungsmaßnahme geebnet ist. Was er dabei allerdings nicht möchte: Dass der Markt Peiting dafür eine größere Summe „nachschießen müsste“.

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