Bezirksentscheid "Unser Dorf hat Zukunft"

Beeindruckt vom aktiven Birkland

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Nicht nur das Wetter passte beim Besuch der Kommission, die sich für den Bezirksentscheid ein Bild von Birkland machte.

Peiting – Übermorgen wird der „Sieger“ des Bezirksentscheids „Unser Dorf hat Zukunft“ bekanntgegeben. Neben Oderding bei Polling hat sich auch der Peitinger Ortsteil Birkland beworben. Am Dienstag besuchte die 13-köpfige Jury das Dorf, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Mit Pauken und Trompeten wurde die Findungskommission im Birkländer Weiler Aich begrüßt. Wie schon vor einem Jahr, als sich Birkland beworben hatte, begann die Kommission ihre Tour am Haus der Vereine. Zuvor hatte Bürgermeister Michael Asam vor allem die Eigenständigkeit des 604-Seelen-Dorfes betont. 

Seit 1970 gehört Birkland mit seinen acht Weilern zu Peiting, man habe allerdings Birkland nicht „kassiert“. Und der Zusammenhalt sei nach wie vor groß im Ortsteil, wie auch Landrätin Andrea Jochner betonte, die die Damen und Herren ebenfalls begrüßte und dabei das „tolle und intakte Dorfleben“ hervorhob. 

In den vergangenen zwölf Monaten habe man, blickte Asam zurück, im Ort 27 Maßnahmen durchgeführt, um Birkland attraktiver und schöner zu präsentieren. Davon waren die Birklander Bürger in ehrenamtlicher Arbeit allein 25 selber angegangen, bei zweien bedurfte es der professionellen Hilfe des Bauhofes. 

Eine der herausragendsten Maßnahmen ist sicherlich die Neugestaltung des Vorplatzes am Raiffeisenmarkt. Peter Ostenrieder übernahm dabei die Präsentation und stellte die Maßnahmen vor, die man getroffen hatte, um diesen Platz ansprechender zu gestalten. Es sei eine der Hauptbaustellen im Ort gewesen, unterstrich er. Nicht nur musste die Asphaltfläche aufgelockert werden, sie wurde auch optisch abgetrennt und mit Grün eingegrenzt.

Darüberhinaus stellte der Selbstständige auch das Gewerbe im Ort vor, wie er sind weitere 47 Birkländer mit einem Gewerbe gemeldet, wobei man Wert darauf lege, Handel und Handwerk nicht in einem Gewerbegebiet zu konzentrieren. 

Die Kommissionsmitglieder, angeführt von Reinhard Kindler und Stephan Schmöger, zeigten sich beeindruckt vom Dorf als solchem wie auch von den umgesetzten Maßnahmen. Dabei hatten die Mitglieder fünf Schwerpunkte, nach denen sie die Wettbewerbsorte beurteilen müssen. Neben den Entwicklungskonzepten und den wirtschaftlichen Initiativen spielen soziale und kulturelle Aktivitäten eine Rolle sowie die Baugestaltung und Entwicklung sowie schließlich die Gründlandgestaltung und das „Dorf in der Landschaft“. 

Zu jedem der Schwerpunkte hatte man im Ort eine Präsentation vorbereitet, so führte etwa Manfred Berchtold durch das Haus der Vereine, der frühere Pfarrer in Birkland erläuterte Details zum Pfarrstadel und der über 700 Jahre alten Kapelle. Man habe ein sehr aktives Dorf erlebt, kommentierte eines der Kommissionsmitglieder das Gesehene. 

Welche Notizen man sich dabei mache, wollte Wolfram Vaitl-Gloo vom Gartenbau- und Landespflegeverband Oberbayern nicht verraten. Allerdings gehe es ihm um die Verbesserungsmaßnahmen, die umgesetzt wurden, aber auch um Vorschläge, wie man die Grünsituation im Dorf noch weiter verbessern könne. Nach einer abschließenden Besprechung machte sich die Kommission auf den Weg zum nächsten Teilnehmerort. 

Am Montag wird die Regierung von Oberbayern die Ergeb-nisse des Bezirksentscheides präsentieren.

Oliver Sommer

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