Birkland hofft auf schnelleren Internetzugang

Noch steht für Birkland und Herzogsägmühle kein schneller Internetzugang (Breitbandverbindung) zur Verfügung – was für die Unternehmen und Bürger dieser beiden Peitinger Ortsteile einen Standortnachteil darstellt. Doch das könnte sich möglicherweise bald ändern.

In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates Peiting hat sich nämlich jetzt eine Firma vorgestellt, die eventuell zur Lösung der Problems beitragen könnte. Es handelt sich dabei um Firma „Sacoin GmbH“, die seit mehr als 15 Jahren an der Planung von Breitband-Netzwerken beteiligt ist. Das Unternehmen informierte die Räte in ihrer Sitzung über das Projekt „Unser Ortsnetz“. Das Konzept von „Unser Ortsnetz“ sieht vor, dass die Kommune von einem örtlichen Rechenzentrum über einen zentralen Verteiler im Ort bis zu jedem einzelnen Haus- anschluss komplett mit Glasfaser anstatt mit Kupferkabeln versorgt wird. Bei dem Konzept betreibt die Gemeinde ihr eigenes Multimedianetz, in Zusammenarbeit mit der Firma „Sacoin GmbH“, und stellt so den Einwohnern und Gewerbebetrieben Telefon-/TV- sowie Internet-Dienste zur Verfügung. Mit Glasfasernetzen wären Bandbreiten von weit über 50 Mbit/s (vom und zum Internet) möglich. Die Peitinger Marktverwaltung war über verschiedene Pressemitteilungen auf die Firma und das Projekt „Unser Ortsnetz“ aufmerksam geworden. Frühere Anfragen bei der Deutschen Telekom AG, ob und wann eine Breitbandversorgung der Ortsteile erfolgen solle, waren mit der Begründung einer zu geringen Wirtschaftlichkeit für die Telekom AG abgelehnt worden. Im Sommer 2007 war im Rahmen der im Jahr 2006 gegründeten Breitbandinitiative Bayern eine Bedarfsanalyse im Ortsteil Birkland durchgeführt worden. Auf einem Informationsabend der Umweltinitiative Pfaffenwinkel e.V. und der anschließenden Auswertung der Bedarfsanalyse wurde die Ablehnung jeder mobilen Vernetzungstechnologie (WIMAX, W-LAN, UMTS-Funk) durch einen hohen Anteil der Bevölkerung deutlich. Auch Vertreter des Ortsteils Herzogsägmühle lehnen mobile Vernetzungsvarianten auf Grund der schwierigen Lebenssituation, in der sich die dort lebenden hilfebedürftigen Personen befinden, ab. Ob nun eine Zusammenarbeit mit der Firma „Sacoin GmbH“ für Peiting in Frage kommt, soll voraussichtlich in der nächsten Marktgemeinderatssitzung zur Diskussion stehen. Dabei soll erst einmal geklärt werden, ob es denn als gemeindliche Aufgabe gesehen wird, die Breitbandversorgung sicherzustellen und dafür dann auch Geld zu investieren. Falls der Rat die Versorgung als Aufgabe der Kommune sieht, soll ermittelt werden, inwieweit bei den Bürgern Bedarf besteht.

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