Zwischen Enttäuschung und Hoffnung

Böbing Open Air vom 12. bis 14. August: Bangende Headbanger

Ein Platz mit so vielen feiernden Menschen wie beim letzten Festival 2019 wirkt derzeit wie aus einer anderen Welt: Doch wenn es nach den Veranstaltern des Böbing Open Air geht, soll das im Sommer wieder möglich gemacht werden.
+
Ein Platz mit so vielen feiernden Menschen wie beim letzten Festival 2019 wirkt derzeit wie aus einer anderen Welt: Doch wenn es nach den Veranstaltern des Böbing Open Air geht, soll das im Sommer wieder möglich gemacht werden.

Böbing – Sie bangen, geben die Hoffnung aber nicht auf: Die Veranstalter des Böbing Open Air wollen ihr 35. Jubiläum Mitte August drei Tage lang gebührend feiern.

„Wir haben weiter die Hoffnung, dass im Sommer in einem bestimmten Rahmen und unter bestimmten Bedingungen Außenveranstaltungen möglich sind“, zeigt sich Tobias Braun vom ausrichtenden Verein Kunst&Krempl optimistisch. Doch gleichzeitig sind er und seine Mitstreiter enttäuscht von der Politik: „Wir hängen seit 15 Monaten in der Luft, es gibt keine Konzepte, die unsere Planung erleichtern würden. Natürlich erwarten wir keine Wunderdinge, denn wir sind uns der schwierigen Situation bewusst. Doch unter anderem den Kulturbereich am langen Arm verhungern zu lassen, kann ja auch nicht die Lösung sein.“ Bei den ehrenamtlichen BOA-Verantwortlichen mache sich das Gefühl breit, dass das Thema „von offizieller Seite“ so lange ausgesessen wird, dass jeder Veranstalter irgendwann das Risiko scheut und selbst die Planungen stoppt.

Doch genau das wollen Braun und seine Mitstreiter nicht. Die Planungen laufen weiter, das Programm steht: Am 12. August ist die „Spider Murphy Gang gebucht, als „Zusatz-Zuckerl-Tag“ zum Jubiläum. An den beiden anderen Tagen soll es vier statt zwei Headliner, und zudem zwei große Hauptbühnen geben. Auch der Vorverkauf läuft, allerdings gibt es pro Festival-Tag nur 999 Karten.

An einer LED-Wand hätten Sponsoren die Möglichkeit, Werbeclips zu präsentieren. Kleine lokale Unternehmen, die stark unter Lockdowns gelitten haben und leiden, können dort kostenlos oder gegen eine freiwillige Spende ihre Werbung platzieren. „Zugleich hoffen wir natürlich auf gesunde Firmen, die uns gerade in diesem Jahr vielleicht noch ein bisschen mehr unterstützen, da vermutlich viele Dinge auf uns zukommen werden, von denen wir jetzt noch nichts wissen“, so Braun. Konkrete Termine mit Sponsoren soll es aber erst geben, wenn Planungssicherheit herrscht. Und bis dahin werden alle weiterkämpfen für ein lautes, grandioses Jubiläum.

Christine Wölfle

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erste Rundgänge der Peitinger Sicherheitswacht
Erste Rundgänge der Peitinger Sicherheitswacht
Höherer Eintrittspreis ins Peitinger Wellenfreibad
Höherer Eintrittspreis ins Peitinger Wellenfreibad
Sperrungen auf der Schongauer Umgehung bis in den Herbst
Sperrungen auf der Schongauer Umgehung bis in den Herbst

Kommentare