"Böllerschützen Bayr. Rigi Hohenpeißenberg" sind am Südhang des Hohen Peißenbergs wieder aktiv

Böllersalven zum Jahresausklang

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Im Trachtengewand zum Schießen auf Kommando bereit: Die mit Schwarzpulver gefüllten Böller werden laut Pressewart Walter Kreitner mit Korken verdämmt und über ein Zündhütchen zur Detonation gebracht.

Hohenpeißenberg – Es ist schon ein besonderes Erlebnis, wenn die Hohenpeißenberger Böllerschützen beim Lenzenbauern das alte Jahr mit mehreren Böllersalven verabschieden und das neue – nach kurzer Pause – mit einem kräftigen Salut begrüßen.

Diese Tradition und das Brauchtum weiter zu pflegen ist dem Vereinsvorsitzenden Georg Wiedemann und seinen derzeit 14 Kameraden wichtig. Wie er dem Kreisboten berichtet, wurde der Verein vor 25 Jahren neu gegründet. Das sei nur möglich gewesen, weil über die Orts- chronik ein historischer Bezug nachgewiesen werden konnte. Begeisterung schwingt in Wiedemanns Stimme mit, wenn er von der prächtigen Steubenparade in New York berichtet, an der die Hohenpeißenberger vor Jahren mitgewirkt haben: „Dort wurde mit großen Böllern geschossen.“ Zweimal, erinnert er sich, waren sie zum Schießen auf der Zugspitze eingeladen.

Für ihren Brauch verwenden die Schützen meist handwerklich gefertigte Schaft- und Handböller, die vom staatlichen Beschussamt überprüft wurden. Sicherheit hat Priorität, beim Schießen wie beim Einhalten der geforderten Abstände. 24 Stunden vorher müssen Polizei und Ordnungsamt informiert sein. „In den 25 Jahren seit der Neugründung des Vereins ist nie was passiert“, so Wiedemann.

Sämtliche Zufahrten zum Hohen Peißenberg sind an Silvester ab 22.30 Uhr gesperrt.

von Maria Hofstetter

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