Ein Bierfestival in Peiting?

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Keine Party, sondern der Genuss steht beim geplanten Bierfestival im Vordergrund.

Peiting – Die Idee eines Bierfestivals weiterverfolgen möchten die Initiatoren um Brauer Manuel Rössle, wenngleich die Gemeinde Peiting sehr zurückhaltend darauf reagiert, eine solche Veranstaltung am oberen Hauptplatz auszurichten. Als Termin ist das Wochenende mit Freitag, 6., Samstag, 7. , und Sonntag, 8. Oktober, vorgesehen.

Falls es am Hauptplatz nicht möglich sei, wolle man nach einem anderen Standort Ausschau halten, wo ein Zelt mit 25 Metern Länge und zehn Meter Breite aufgestellt werden könne. Dies könne ein Platz in Peiting sein, aber auch in Schongau oder in Schwangau, gibt Braumeister Manuel Rössle, der die Manufaktur im „Bergwerk“ betreibt, im Gespräch mit dem Kreisboten zu verstehen. Doch müssten zuvor noch die Voraussetzungen in Sachen Logistik (Strom und Wasser) geprüft werden.

Hintergrund ist, dass sich am Bierfestival auch das Schongauer Brauhaus und die Schlossbrauerei in Schwangau beteiligen möchten. Zusagen habe er auch von „Craftbräu“ in Dießen und von einem Kollegen in Wörthsee, ergänzt Rössle. Der 29-Jährige arbeitet hauptberuflich in Andechs, führt aber seit einigen Jahren zudem die Biermanufaktur „Sparifankal“ im Gastronomiebetrieb Bergwerk, der seinem Onkel Manfred Barnsteiner gehört.

Das Konzept des Bierfestivals ist, dass mehrere kleine Brauereien in einem Zelt mittlerer Größe ihre Spezialitäten kredenzen. Rössle betont den Unterschied zu anderen Veranstaltungen. Es werde keine großen Krüge geben. Vielmehr haben seine Kollegen und er die Vorstellung, den Gerstensaft in Gläser einzuschenken, wo Gäste 0,3 Liter bzw. 0,2 Liter oder gar nur ein „Probiererle“ mit 0,1 Liter bestellen können.

Hintergrund der Aktion ist, die Vielfalt der Sorten aus kleinen Brauereien aufzuzeigen, die im Jahr zwischen 100 und 1 000 Hektoliter herstellen. In Zeiten, wo viele Leute schnell ein Tragerl meist von derselben Marke im Getränkemarkt kaufen und daheim die Flasche als Durstlöscher aufmachen, sollen Gäste für den Biergenuss sensibilisiert werden.

Soll das Ganze mehr den Charakter einer Messe bekommen? Rössle winkt ab. Nein, es soll neben der Information und dem Probieren schon auch gesellig zugehen. So gebe es zum Bier auch Feines oder Deftiges zum Essen. Und auch für Live-Musik wird gesorgt. Freilich: Große Partystimmung sei nicht das Ziel dieser Veranstaltung.

Abgesetzt von der Tagesordnung

Eigentlich sollte das Bierfestival – so etwas hat es in der Region Schongau/Peiting noch nie gegeben – auf der Gemeinderatssitzung der vergangenen Woche öffentlich beraten werden. Doch Bürgermeister Michael Asam erklärte eingangs, der Initiator habe den Antrag auf Genehmigung mit dem Hauptplatz als Standort zurückgezogen. Es sei zuvor noch einiges abzuklären.

Wie zu erfahren war, gibt es aus Sicht der Gemeinde zwei Bedenken. Zum einen wolle man nach dem Schmankerlfest in den Pfingstferien und nach dem Bürgerfest der Vereine Ende Juli bzw. Anfang August nicht unbedingt eine weitere Veranstaltung am Hauptplatz – auch mit Blick auf die Anwohner. Zum anderen könnten weitere Organisatoren im Falle einer Genehmigung ebenfalls Wünsche äußern und etwa ein Weinfest aufziehen.

Manuel Rössle bringt freilich das Argument, dass man in Peiting eigentlich Aktionen wünsche, die den Ortskern beleben. Das Bierfestival sei dazu durchaus ein Beitrag. Zusammen mit den Kollegen aus anderen Manufakturen möchte er aber auf jeden Fall am Thema dranbleiben. Wenn’s am Hauptplatz im Herzen der Gemeinde nicht klappt, dann eben an einem anderen Standort. 

jj

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