Premiere fürs Peitinger Bierfestival

Beim "Sauren Max"

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Er war der Motor für das Bierfestival: Manuel Rössle von der Manufaktur „Sparifankal“ im Peitinger „Bergwerk“. Er hat ein „Pale Ale“ (der Klassiker unter den Kraftbieren“) im Glas, während Michael Horner (links) eine Peitinger Weiße probiert und Simon Prielmeier vom Märzenbier „Bergwerk nulldrei“ kostet.

Peiting – Eine Vielfalt an verschiedenen Bieren, wie sie sonst an einem Platz oder an einem Ort nie anzutreffen ist, gab es drei Tage lang in einem Zelt, das in Peiting auf der Straße zwischen der „Zechenschenke“ und der „Bergwerk“-Gastronomie aufgebaut war. Acht Biermanufakturen waren mit einem Stand präsent. Sie hielten ungefähr 40 Sorten bereit.

„So was hat’s bei uns no nia gebn“, freute sich Michael Horner aus Rottenbuch, der sich schon am Freitagabend einige Kostproben gönnte. Er sah dieses Miteinander der acht regionalen Brauereien als ein Forum, bei dem sich auch „Newcomer“ präsentieren konnten.

Michael Horner und sein ­Spezl Simon Prielmeier aus Peiting wussten es auch zu schätzen, dass die Leute am Ausschank „a paar Sätze dazu sagen, wie das Bier gebraut wird“. Bei jedem Brauer sei eine Leidenschaft erkennbar für das, was aus der Natur kommt, fanden die beiden Besucher des kleinen Bierfestivals. Aber sie hatten beim Plaudern am Stand auch herausgehört: „Da hat beim Brauen jeder seine eigene Philosophie.“

Während am ersten Abend vorn im kleinen Zelt die Gruppe „SchlossbrauSound“ aus Schwangau mit sattem Sound einheizte, schenkte hinten links Max Sedl­meier einigen Burschen besonderen Gerstensaft ein. Es hat den Namen „Saurer Max“. In den USA sei dieses saure Bier „der letzte Schrei“; die Amerikaner „fahren total ab auf saure Biere“, erklärte Sedlmeier, der seit mehreren Jahren in Altenstadt die Maxbrauerei betreibt.

Beim Bierfest in Peiting waren acht regionale Firmen vertreten. Dazu gehörten das Dachsbräu aus Weilheim, die Schlossbrauerei in Schwangau, das Craftbräu Dießen, das Schongauer Brauhaus, die Manufaktur Sparifankal vom „Bergwerk“ in Peiting, das Brauhaus Starnberg, Giesinger Bräu und die Maxbrauerei aus Altenstadt.

Die Idee zu dem Bierfestival, bei dem je nach Wunsch der Gäste 0,1 Liter, 0,2 Liter oder höchstens 0,3 Liter ausgeschenkt wurde – Halbegläser und Maßkrüge gab’s nicht – hatte Manuel Rössle vom „Sparifankal“, der Manufaktur in der Peitinger „Bergwerks“-Gastronomie. Eigentlich wollte er den dreitägigen Event am Hauptplatz mitten in der Marktgemeinde aufziehen. Doch die Räte waren dagegen; dort seien das Jahr über bereits zahlreiche Veranstaltungen wie das Bürgerfest, das Schmankerlfest oder der Weihnachtsmarkt, hieß es.

Zusätzlich zu den vielen Sorten an unterschiedlichen Bieren sorgten Gastronomen dafür, dass die Gäste auch eine feste Unterlage für den Magen bekamen. Und Getränke Jocher sorgte dafür, dass es bei dem Festival auch Alkoholfreies zu trinken gab. 

Johannes Jais

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