Gegen die unversorgten blauen Flecken

Schongau will Breitband-Masterplan in Auftrag geben

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Wie gut ist die Breitbandversorgung in Schongau tatsächlich? Ein Masterplan soll nun weitere Aufklärung bringen.

Schongau – Wie steht es um die Internetverbindung in den einzelnen Ortsteilen? Das wollte die CSU-Stadtratsfraktion in der letzten Sitzung des Gremiums erörtert wissen. Ein Masterplan soll nun weitere entsprechende Aufklärung bringen.

Einstimmig hat sich der Stadtrat dafür ausgesprochen, einen sogenannten FTTB-Masterplan – die Buchstaben stehen für fibre to the building, also Glasfaser bis ans Gebäude – erstellen zu lassen. Diese Beratungsleistung umfasse „technische und juristische Unterstützungsleistung zur Herbeiführung einer umfassenden Breitbandversorgung der Stadt bei der Bearbeitung des Leistungsbildes Gigabitgesellschaft auf Basis der Förderrichtlinie der Bundesrepublik Deutschland“, erklärte Breitband-Pate Martin Blockhaus in der letzten Sitzung des Stadtrates. Diese Leistungen werden voraussichtlich zu 100 Prozent – veranschlagt sind hier 50.000 Euro – gefördert, so Blockhaus.

Förderfähige Gebiete sind diejenigen, die mit unter 30 Mbit/s im Download versorgt sind. In Schongau zählen dazu einzelne Bereiche wie Römerstraße, Eichenfeld, südliche Colmarer Straße und nördliche Rösenaustraße, wie ein von Seiten der Stadtverwaltung Anfang des Jahres gestartetes Markterkundungsverfahren zeigt. Gemäß den Daten sollte die Stadt sehr gut mit schnellem Internet versorgt sein, so der Breitband-Pate. „Jedoch wurde der Verwaltung berichtet, dass die Übertragungsgeschwindigkeiten von Vodafone vor allem in den Stoßzeiten stark schwanken.“

Bürgermeister Falk Sluyterman hatte daher bereits im Dezember letzten Jahres das Versorgungsunternehmen schriftlich aufgefordert, ihre vertraglichen Pflichten zu erfüllen bzw. die Probleme zu beheben. Es folgte im Mai ein zweites Anschreiben mit der Bitte um Aufklärung bezüglich der Ursachen für die schlechte Performance sowie der Androhung einer Beschwerde bei des Bundesnetzagentur durch ein Rechtsanwaltsbüro, erklärte Blockhaus weiter.

Mit Schreiben vom 13. Juni habe die Vodafone GmbH mittlerweile erklärt, dass die angemahnten Auslastungsprobleme seit dem 29. Mai behoben seien und eine aktuelle Analyse des Netzes keine weiteren Probleme bei der Auslastung ergeben hätte. Neben dem Masterplan hatte Bürgermeister Falk Sluyterman nur noch einen Rat in der Tasche: „Jeder muss als Kunde selbst Konsequenzen ziehen und dagegen vorgehen“, riet er. 

asn

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