Brücke von Mensch zu Mensch – Ökumenische Nachbarschaftshilfe bietet ehrenamtlich ihre Dienste an

In Penzberg, Peißenberg und vielen anderen Orten gibt es sie bereits – und nun auch in Schongau: Eine ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe. Ein Kreis von 20 freiwilligen Helfern hat sich jetzt zur „Ökumenischen Nachbarschaftshilfe Schongau“ zusammen geschlossen und bietet Menschen, die Hilfe brauchen, seine Dienste an.

„Von Mensch zu Mensch eine Brücke bauen“: So lautet der Leitsatz der Helfer. Mit dem ehrenamtlichen Einsatz wollen die beiden katholischen Pfarreien und die evangelisch-lutherische Gemeinde in Schongau allen Bürgerinnen und Bürgern der Lechstadt in Notfällen Hilfe anbieten. Und diese Hilfe kann vielfältig sein: Sie reicht von Einkäufen, Behördengängen, Fahrten zum Arzt oder zu sonstigen wichtigen Terminen, kleinen handwerklichen oder technischen Tätigkeiten oder der zeitweisen „Ablösung“ von pflegenden Angehörigen am Krankenbett bis hin zum Ausfüllen von Formularen und Abfassen von Briefen. Auch für Haustiere wird gesorgt, wenn der Besitzer krank wird. Zudem statten die Helfer älteren Mitbürgern auch Besuche ab: Sie unterhalten sich mit den Senioren, gehen mit ihnen spazieren, spielen mit ihnen oder lesen ihnen vor. Auch der Kinderbetreuung nehmen sich die Ehrenamtlichen in Notfällen an. Helfen, wo Hilfe nötig ist: Danach agieren die Freiwilligen. Und Menschen, die Unterstützung brauchen, gibt es viele - egal ob Senioren, Alleinerziehende, Familien oder aber auch Arbeitslose, die von Amts wegen umziehen müssen und Hilfe benötigen. Die Nachbarschaftshelfer sind als ehrenamtliche Mitarbeiter der Pfarreien tätig und somit auch über die Haftpflichtversicherung der Pfarreien mitversichert, falls zum Beispiel im Haushalt etwas kaputt geht. Die Mitarbeiter haben auch eine Verschwiegenheitsklausel unterschrieben, damit von ihrer Helfertätigkeit nichts an die Öffentlichkeit kommt. Wie die Idee zur Nachbarschaftshilfe entstanden ist? „Wir haben uns im Pfarrgemeinderat schon länger mit dem Thema Armut beschäftigt“, sagt die Helfer-Koordinatorin Mechthild Gerbig. Dabei hätte man festgestellt, dass es nicht nur in der Dritten Welt, sondern ebenso hier im Landkreis Armut gebe. Es sei dann die Idee entstanden, auch in Schongau eine Nachbarschaftshilfe zu gründen, erklärt Gerbig. Es gebe viele Leute, die Hilfe benötigen, aber diese nicht bezahlen können. Wer die ökumenische Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sein Anliegen von Montag bis Freitag zwischen neun und 14 Uhr bei der Ökumenischen Sozialstation unter Tel. 08861/24040 vorbringen. Dringende Anrufe nimmt Mechthild Gerbig unter Tel. 08861/90418 (nachmittags und abends) entgegen.

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