Mehr Strom in Schongau

Weitere Ladesäulen für E-Autos

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Eine bereits vorhandene Ladesäule für Elektrofahrzeuge in der Altstadt steht beim Münzgebäude.

Schongau – Die Lechstadt soll zwei weitere Ladesäulen für Elektroautos erhalten. Als mögliche Standorte legte der Stadtrat am vergangenen Dienstag mit 17:6 Stimmen den Parkplatz am Buchenweg und den Parkplatz Tiefgarage in der Amtsgerichtsstraße fest. Ein weiterer Standort stieß zudem unter den Stadträten auf Gefallen.

Bereits im Mai 2017 hatte die SPD-Fraktion einen Antrag auf die Errichtung einer zusätzlichen Ladesäule gestellt, im Juli kam die Sache im Bauausschuss auf die Tagesordnung. Damals wurde entschieden, das Thema zurückzustellen und den Landkreis anzuschreiben, dies im Rahmen eines landkreisbezogenen E-Mobilitätskonzeptes zu betrachten. Jedoch habe man bisher keine Nachricht vom Landkreis erhalten, so Martin Blockhaus vom städtischen Bauamt.

Im Bundesförderprogramm, für das sich die Stadt gemeinsam mit LEW beworben hat, wurde Schongau nun für zwei Ladesäulen berücksichtigt. Das muss allerdings noch 2018 erfolgen. Insgesamt könnten sogar – in Zusammenarbeit mit LEW und Erdgas Schwaben – drei zusätzliche Ladestationen aufgestellt werden.

Im Bauamt hat man nun die möglichen Standorte bewertet. Der Parkplatz am Buchenweg schnitt dabei am besten ab, dicht gefolgt vom Parkplatz Tiefgarage. An dritter Stelle findet sich der Fanschuhparkplatz wieder. Diesen sahen auch einige Stadträte als geeignet an. Martin Schwarz (SPD) wünschte sich hier beispielsweise eine dritte Säule, während Ralf Schnabel (UWV) eine solche gerne am Plantsch installieren würde. „Da müsste man komplett aufreißen“, beschrieb Blockhaus den zu großen Aufwand am Plantsch.

Die städtischen Einrichtungen würde Michael Eberle (CSU) gerne mit Ladesäulen ausstatten. Das würde sowohl für die Mitarbeiter, als auch für die Besucher Anreize schaffen, auf Elektromobilität umzusteigen.

Nicht so recht anfreunden konnte sich Paul Huber (CSU) mit der Thematik. Er habe beobachtet, dass selten wirklich Autos an den vorhandenen Ladesäulen stehen. „Warten wir doch bis Bedarf da ist“, so Huber.

Sogar einen „Missbrauch des Parkplatzes“ befürchtete Marianne Porsche-Rohrer (CSU), da der Stellplatz während des Ladevorgangs kostenfrei ist. Allerdings fänden regelmäßig Kontrollen statt und der Strom müsse ja auch gezahlt werden, entkräftete Blockhaus. Die Parkraumbewirtschaftung an den Ladesäulen wolle man aber noch einmal überdenken, hielt Bürgermeister Falk Sluyterman fest. 

asn

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