Leseratten auf Schnäppchenjagd

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Rund 40 000 Bücher umfasst der Bestand des Büchermarkts. Für den nahenden Umzug soll eine Verschlankung her.

Peiting – Am nächsten Samstag, 18. Februar, schließt sich ein Kapitel: Der Lions-Club Schongau-Pfaffenwinkel hält seinen letzten Büchermarkt auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in der Peitinger Bahnhofstraße ab. In 20 Jahren hat der Verein auf diese Weise rund 80 000 Euro für den guten Zweck erwirtschaftet. Nun muss eine neue Bleibe her.

Kurz nach der Gründung des Clubs im Jahr 1993 hatte der mittlerweile verstorbene Horst Schmidt den Büchermarkt ins Leben gerufen. „Momentan wirft er jährlich 5 000 bis 6 000 Euro für dem guten Zweck ab“, weiß Christian Gößwald, der momentan Verantwortliche.

Das Prinzip ist einfach: Der Lions-Club nimmt Bücherspenden entgegen, die laut Gößwald oft „kistenweise“ herangetragen werden, sortiert sie und verkauft sie bei seinen – bisher – halbjährlich stattfindenden Büchermärkten.

Jahrelang hatte der Verein auf dem alten Bundeswehrgelände eine Heimat gefunden. Durchschnittlich 250 Leseratten kamen zu den Verkaufstagen. Doch damit ist wohl erst mal Schluss. Mit den anlaufenden Konversionsprozessen rund um das Areal steht ein Umzug an. Wohin, ist noch unklar. „Wir haben noch keine Lösung gefunden, sind aber weiter auf der Suche“, sagt Gößwald.

Klar, dass es hilfreich wäre, wenn sich der aktuell satte 40 000 Bücher umfassende Bestand noch etwas reduzieren würde. „Im Idealfall gehen beim Rausverkauf alle Bücher weg“, hofft der Verantwortliche.

Großer „Rausverkauf“

Für den vorläufigen Schlusspunkt haben er und seine Mitstreiter sich etwas einfallen lassen: Am nächsten Samstag, 18. Februar, gewähren sie großzügige Rabatte. „Die teuersten Bücher liegen eh schon bei nur drei bis fünf Euro“, so Gößwald. Buchkäufer, die in Ruhe stöbern wollen und eine große Auswahl bevorzugen, haben von 9.30 Uhr bis 12 Uhr Gelegenheit dazu. Danach lockt der Lions-Club mit einer 50-prozentigen Preisreduzierung. Ab 15 Uhr können Interessenten ihre Bücher dann gegen eine selbst zu überlegende Spende mitnehmen.

Zum vorläufigen Abschied bedankt der Verein sich bei allen bisherigen Spendern, bittet gleichzeitig aber um Verständnis, dass – bis neue Räume gefunden sind – keine weiteren Bücher angenommen werden. 

ras

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