Auswertung der IKEK-Postkarten

Fülle an Ideen

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Böbing ist eine der Ortschaften, deren Einwohner im Rahmen der IKEK-Erstellung aufgefordert waren, sich zur künftigen Dorfentwicklung zu melden.

Landkreis – Die Bürger Steingadens, Rottenbuchs, Wildsteigs, Prems, Burggens und Bern­beurens, sie waren im Zuge der IKEK-Erstellung (interkommunales Entwicklungskonzept) aufgefordert, ihre Wünsche zur weiteren Entwicklung ihrer Heimatgemeinden zu hinterlegen. Das haben sie zahlreich getan – und ihren Mandatsträgern im Wesentlichen drei Schwerpunkte aufgezeigt.

Knapp 600 ausgefüllte Postkarten gingen insgesamt beim mit der Auswertung betrauten Planungsbüro Leuninger und Michler ein – mit gut 1.400 Ideen, wie sich die sieben Orte den Hoffnungen ihrer Einwohner nach entwickeln sollten. „Beleg für ein großes Interesse, eine ganz gute Grundlage für die weitere IKEK-Bearbeitung und wichtiger Hinweis für die Kommunen“, findet Standortplaner Dr. Stefan Leuninger, der drei wichtige Themenfelder identifiziert hat:

Verkehr:

Altbekannte Probleme, wie etwa eine als defizitär empfundene Anbindung an den ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) schränkten die Mobilität der Leute ein, so Dr. Leuninger. Daneben werde die Durchfahrtsgeschwindigkeit und die Verkehrsbelastung in den Dörfern häufig als zu hoch erachtet. Zahlreiche Bürger vermissten zusätzliche Querungsmöglichkeiten.

Versorgung:

„Den Menschen ist wichtig, dass die Nahversorgung funktioniert“, so der Experte. Der Einkauf beim nahe gelegenen Bäcker, Metzger oder ein kurzer Weg zur nächsten Apotheke läge den Bürgern am Herzen. Aber auch ein Arzt im Ort werde als wichtig empfunden. „Das Thema Versorgung ist ein ganz zentraler Hinweis und ein wichtiger für die Lebensqualität“, fasst Dr. Leuninger zusammen.

Ortskerne:

Der Sanierungsbedarf prägender Gebäude oder deren Leerstand trieben die Einwohner um, hält der Standortentwickler fest. „Es geht darum, vitale Strukturen zu sichern“, also der Dorfmitte ihre Lebendigkeit zu bewahren oder neu einzuhauchen. Dazu gelte es, neue Nutzungsmöglichkeiten zu finden. Oftmals vorgeschlagen hatten die Bürger etwa seniorengerechtes Wohnen in der Ortsmitte.

Am 11. April stellt Dr. Leuninger die fertige Auswertung den Bürgermeistern in einer gemeinsamen Runde – der sogenannten Lenkungsgruppe – vor. Dort wird entschieden, in welchem Rahmen die weitere Bürgerbeteiligung vonstatten geht. 

ras

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