Bürgermeisterwahl in Schwabsoien

Ein Amt, zwei Kandidaten

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Manfred Schmid (li.) und Siegfried Neumann kandidieren für das Amt des Schwabsoier Bürgermeisters.

Schwabsoien – Am morgigen Sonntag wird es spannend in Schwabsoien: Der neue Bürgermeister wird gewählt. Die Dorfbewohner können sich zwischen dem Sachsenrieder Siegfried Neumann, 52, und dem Schwabsoier Manfred Schmid, 42, entscheiden. 

Glaubt man den beiden Kandidaten, wird es ein enges Rennen um das Amt des Gemeindeoberhaupts. 

Dass die Wahl mitten unter dem Jahr stattfindet, hat einen traurigen Hintergrund. Im Dezember verstarb überraschend der langjährige Bürgermeister Konrad Sepp. Auch aus diesem Grund haben sowohl Neumann als auch Schmid auf einen richtigen Wahlkampf verzichtet. „Die Bevölkerung soll einfach entscheiden“, sagt Neumann, der als zweiter Bürgermeister seit dem Tod Sepps kommissarisch die Gemeinde führt. Das sieht auch sein Kontrahent so, der allerdings zumindest an einem Wochenende Flyer in eigener Sache an die Schwabsoier verteilt hat. 

Unbeschriebene Blätter im Dorfleben sind beide nicht. Seit 2002 bekleidet Neumann bereits das Amt des zweiten Bürgermeisters. Schmid zählt seit 2008 zum Gemeinderat. Letzterer ist Schützenmeister in Schwabsoien, der andere Schützenmeister in Sachsenried. Sowohl Neumann, der in Kaufbeuren zur Welt kam, als auch der gebürtige Schongauer Schmid sind in Schwabsoien aufgewachsen. 

Noch eine Gemeinsamkeit haben die beiden Kandidaten: Sie pendeln zur Arbeit. Neumann ist technischer Geschäftsführer in einem Kaufbeurer Betrieb, Schmid Soldat in Lagerlechfeld. Gerade für den 52-jährigen Sachsenrieder ist die ehrenamtliche Tätigkeit als Bürgermeister deshalb eine Herausforderung. „Es ist klar, dass ich meine Arbeitszeit nicht reduzieren kann“, erklärt er, sieht sich der Aufgabe aber dennoch gewachsen. Ein kleiner Vorteil für Schmid? Er sei da als Soldat flexibler, betont der 42-Jährige. 

Die Wahllokale in den beiden Ortsteilen sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Egal, ob der neue Bürgermeister Schwabsoiens Neumann oder Schmid heißen wird: Gefeiert wird gemeinsam. „Es gibt eine kleine Wahlparty am Abend im Rathaus“, verraten die beiden. Die Zeche zahlt der Sieger. chpe

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