Bürgerstiftung Schongau vergibt Ehrenamtspreis

Unverzichtbar für die Gesellschaft

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Ehrenamtspreis und Spendenschecks: Bürgermeister Falk Sluyterman mit Sigrid Gottschalk (Freundeskreis Asyl) und Hans-Günter Schenke (Tropfen e. V.).

Schongau – Der erste Ehrenamtspreis der Bürgerstiftung Schongau ging vergangenen Sonntagabend an den Verein Tropfen e. V.. Auch der Freundeskreis Asyl wurde mit einem Spendenscheck bedacht.

„Bürgerschaftliches Engagement schafft Freude, Gemeinschaft und Verbindungen“, betonte Bürgermeister Falk Sluyterman. 1985 wurde von den vereinten Nationen der „Tag des Ehrenamts“ beschlossen, der jedes Jahr am 5. Dezember begangen wird. Eine Würdigung ehrenamtlicher Arbeit, der sich die Bürgerstiftung Schongau mit dem Ehrenamtspreis anschließt. Im Namen der vor drei Jahren mit Unterstützung der Sparkasse Schongau gegründeten Bürgerstiftung Schongau überreichte Sluyterman bei einem kleinen Festakt mit rund 50 Besuchern den neuen Ehrenamtspreis. 

Über eine Urkunde und einen Scheck über 500 Euro durfte sich Hans-Günter Schenke, Vorsitzender des Tropfen e.V. freuen. Der Verein Tropfen e.V. wurde 2003 vom damaligen Bürgermeister Franz Weigel in Königsbrunn ins Leben gerufen. Er unterstützt Kinder von Familien in sozialen Notlagen. Aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Geldauflagen zu Gunsten des Vereins werden Zuschüsse zu Klassenfahrten, Bekleidung, Sport- und Freizeitaktivitäten, Medikamente oder Schul- und Lernmaterial bestritten. Auch zum Beispiel bei Androhung von Stromsperren springt der Verein mit Zuschüssen ein. 

Auch der Freundeskreis Asyl wurde mit einem Scheck über 1000 Euro aus dem Topf der Bürgerstiftung bedacht. „Damit Sie ihre wertvolle Arbeit noch besser machen können“, sagte Sluyterman zu Sigrid Gottschalk, die den Scheck im Namen des Freundeskreis Asyl in Empfang nahm. Dies auch im Hinblick darauf, dass das Thema Flüchtlingsarbeit in nächster Zeit in Schongau besonders aktuell sein und es diesbezüglich viel zu tun geben wird. „Jede Spende ist ein kostbares Geschenk, mit dem wir verantwortlich umgehen“, betonte Gottschalk. 

Das Geld verwendet der Freundeskreis, der derzeit rund 60 Menschen betreut, für kleine Extras, die von den Asylbewerbern nicht finanziert werden könnten. Zum Beispiel Feste oder aber kulturelle Ausflüge, Zuschüsse zu Sportkleidung oder -artikeln und Fahrradreparaturen. 

„Das Ehrenamt braucht Anerkennung, ohne ehrenamtliche Arbeit würde vieles in unserer Gesellschaft nicht funktionieren“, betonte Sluyterman. Deshalb sei es der Bürgerstiftung, die vielfältige Projekte und Ideen fördert, wichtig zu zeigen, dass es Menschen gibt, die für das wohl ihrer Mitmenschen sorgen. Wie auch die Nachbarschaftshilfe, ein Zusammenschluss von christlichen Ehrenamtlichen, der seit vier Jahren Senioren in Notsituationen unterstützt. 

Oder die Bläserklasse, die die Musikschule Pfaffenwinkel bereits im vierten Jahr in Kooperation mit der Staufer Grundschule betreut. Dort werden jedes Jahr 25 bis 30 Schüler der dritten Klasse an einem Blasinstrument ausgebildet, wie Musikschulleiter Karl Höldrich ausführte. Als Assistenten hatte er Anton, Matthias und Leonhard dabei, die die Bläserklasse besucht hatten und Weihnachtslieder zum besten gaben. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung, die in einem kleinen Umtrunk endete, vom Posaunen-Ensemble der Musikschule Pfaffenwinkel.

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