Breitbandmanager stellt bei Bürgerversammlung Ausbaukonzept für Ortsteil „Hetten“ vor

Erfolgsstory „Hohenpeißenberg“

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Die Hohenpeißenberger scheinen mit der Gemeindepolitik zufrieden zu sein. Auf Wortmeldungen von Versammlungsbesuchern musste Bürgermeister Thomas Dorsch (am Rednerpult) im Haus der Vereine jedenfalls nicht eingehen.

Hohenpeißenberg – „Surfen, bis der Arzt kommt“ – das können laut Telekommitarbeiter Ralf Niepel bald die Anwohner im Ortsteil Hetten. In spätestens einem Jahr, so erfuhren die rund 150 Besucher der Hohenpeißenberger Bürgerversammlung, sollen Übertragungsraten von 30 bis 50 Mbit/s zur Verfügung stehen.

Niepel sprach im Haus der Vereine von einer Erfolgsstory „Hohenpeißenberg“ was die Breitbandversorgung anbelangt. Durch die Berücksichtigung im staatlichen Förder- programm habe die Telekom als Netzbetreiber die Wirtschaftlichkeitslücke für die Verlegung von Glasfaserkabeln schließen können: „Es ist eine Lösung, die machbar und auch bezahlbar ist“, beschrieb Niepel das Ausbaukonzept für den Hetten, in dem bislang lediglich Übertragungsraten von maximal 6 Mbit/s angeboten werden. 

Einziger Wermutstropfen: Die Telekom wird in den nächsten Monaten einige Tiefbaumaßnahmen in Hohenpeißenbergs Norden erledigen müssen. „Wir müssen aber nicht in die Häuser rein“, beruhigte Niepel. Anders als bei der FTTH-Technik (Fibre To The Home) werden die Glasfaserkabel nicht bis direkt in die Haushalte, sondern lediglich bis zu den Kabelverzweigerstellen verlegt. 

Das Ausbauprogramm im „Hetten“ soll laut Bürgermeister Thomas Dorsch aber nur „der erste Schritt“ hinsichtlich der Breitbandversorgung in der Rigi-Gemeinde sein: „Wenn möglich, wollen wir den gesamten Ort mit Glasfaserkabeln ausrüsten. Die Fördermöglichkeiten dazu werden immer flexibler“, erklärte der Rathauschef, der in einer ruhig und entspannt verlaufenden Bürgerversammlung über „aktuelle Entwicklungen der gemeindlichen Projekte“ berichtete. 

Wer allerdings nähere Details über die geplante Neugestaltung des Schächengeländes erwartete, der wurde enttäuscht. Laut Dorsch laufen derzeit noch „intensive Verhandlungen mit den Investoren“. Die Zeitverzögerungen kämen zustande, weil man versuchen wolle, „eine für den Ort mehrwertschaffende Infrastruktur“ mit Lebensmittelversorger, Arztpraxen und betreuten Wohnungen zu verwirklichen. Dabei sei es wichtig, die künftigen Nutzer nicht durch öffentliche Debatten unter Druck zu setzen: „Wenn alles fix ist“, versprach Dorsch, „dann werden wir dazu eine eigene Bürgerversammlung machen.“ 

In seinem mit statistischen Zahlen gespickten Rechenschaftsbericht sprach Dorsch des Weiteren über den Kommunalhaushalt („Wir können keine großen Rücklagen generieren“), über steigende Kanalgebühren und höhere Wasserpreise: „Das Wasserleitungsnetz ist sehr marode. Dort wurde in der Vergangenheit nicht sehr viel investiert.“ 

Der Bürgermeister, der von den Versammlungsbesuchern keinerlei Nachfragen zur Gemeindepolitik gestellt bekam, berichtete schließlich noch über die Ankunft von 15 Asylbewerbern in Hohenpeißenberg. Die jungen Männer aus Eritrea und Syrien würden wie geplant vom Unterstützerkreis der örtlichen Nachbarschaftshilfe betreut: „Es ist ganz toll, was da abläuft“, lobte Dorsch das ehrenamtliche Engagement.

Von Bernhard Jepsen

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