Bürgerversammlung in Peiting

Mit wenig Geld viel gemacht

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Zum letzten Mal in dieser Zusammensetzung empfingen Bürgermeister Michael Asam und der Peitinger Gemeinderat die Bürger in der Schloßberghalle.

Peiting – Zum letzten Mal in dieser Zusammensetzung hat der Peitinger Marktgemeinderat am vergangenen Dienstag zur Bürgerversammlung eingeladen. Bürgermeister Michael Asam blickte auf das Jahr 2013 zurück, enthüllte aber auch die geplanten Investitionen der kommenden Jahre.

Die Schlossberghalle war gut gefüllt. Nicht nur zur Freude Michael Asams, sondern auch von Landrat Friedrich Zeller. Der hatte sich diesmal Zeit genommen für Peiting und war nicht bei der Bürgerversammlung in Penzberg. Auch sein Blick galt den Finanzen, insbesondere der Kreisumlage und wie sie der Landkreis – immerhin zahlt allein Peiting heuer rund fünf Millionen Euro – nutzt und ausgibt. 

Man gebe es vorsichtig aus, versicherte Zeller den Anwesenden, auch wenn manche Entscheidung auf Kreisebene nicht unbedingt in seinem Sinn gewesen sei, wie der Landrat meinte. Und erinnerte daran, dass man etwa die Schließung des Peißenberger Krankenhauses verhindert habe. Positiver sah Zeller hingegen die Entwicklung der Müllgebühren und auch die von Asam erwähnte Nahwärmeversorgung in Peiting. 

Man habe, berichtete der Peitinger Rathauschef zu Beginn der Bürgerversammlung, einen der größten Haushalte der vergangenen Jahre. Was einerseits der Kreisumlage geschuldet sei, aber auch den Investitionen in die Infrastruktur sowie den gestiegenen Personal- und Energiekosten. Trotz dieser enormen Posten, allein die Personalkosten betragen rund 4,6 Millionen Euro, habe man den Schuldenstand abbauen können, zeigte sich Asam zufrieden. 

Ende des Jahres werde der Schuldenstand Peitings bei rund 3,2 Millionen Euro liegen, was einer Prokopf-Verschuldung von 278 Euro entspricht. Damit liege man weit unter dem bayerischen Durchschnitt. Und trotzdem könne man nicht aus dem Vollen schöpfen, habe und müsse auch weiterhin, Investitionen schieben. Dennoch sei die Infrastruktur gut in Schuss, was aktuell auch ein Mitglied des kommunalen Prüfungsverbandes bestätigt habe, den Asam gerade im Haus hat. Man habe die richtigen Prioritäten gesetzt, mit der Betonung auf den Sport, die Bildung sowie dem Ausbau der gemeindlichen Gebäude. 

Als Beispiele zeigte Asam Bilder vom barrierefreien Zugang zum Rathaus und dem geplanten und teilweise schon realisierten an der Schlossberghalle. In weiteren Bildern gab es das neue Blockheizkraftwerk zu sehen, das nicht nur die Eissporthalle sondern auch im Bau befindliche Wohneinheiten versorgen wird. Asam sprach die Pläne für den gekauften Ostbahnhof an und machte Hoffnung, dass dafür Mittel aus der Städtebauförderung fließen könnten.

Als nächstes Großprojekt soll nun 2014 der Kreisverkehr am Weilheimer Hof/Hirschvogel folgen, kündigte Asam an. Das war schließlich der einzige Punkt, der die anwesenden Bürger nachfragen ließ. Wie lange solle denn die Baumaßnahmen dauern, wollte etwa der Tankstellenpächter wissen, der bei den gerade abgeschlossenen Bauarbeiten in der Straße unter erheblichen Einbußen zu leiden hatte. 

Darüber hinaus gab Asam einen kleinen Fahrplan für die geplanten Straßensanierungen bekannt, für 2015 ist der Aus- und Umbau der Bahnhofstraße mit der Wasserversorgung ins Auge gefasst (geschätzte Kosten 920000 Euro), 2016 die Müllerstraße, ebenfalls mit Kanalsanierung (410000 Euro). 2017 soll die Bergwerkstraße angegangen werden, Kosten hierfür etwa 270000 Euro, im Jahr 2018 schließlich die Untereggerstraße für etwa 350000 Euro. Weiterhin werden die Parkplätze an der Feuerwehr, am Schützenhaus sowie am Eisstadion erweitert, neu gestaltet oder entsiegelt. 

Man habe wenig Geld zur Verfügung gehabt, resümierte Asam, dafür sei aber viel passiert. In der nächsten Gemeinderatssitzung soll dann auch der Antrag von Hans Schütz und des Kreisfischereivereins behandelt werden, der in der Versammlung gestellt wurde Darin geht es um den Schwellbetrieb am Lech.

Oliver Sommer

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