Bürgerversammlung in Steingaden

Viele Projekte, viel investiert

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Steingadens Bürgermeister Xaver Wörle bei seinem Rechenschaftsbericht im Rahmen der Bürgerversammlung.

Steingaden – Man habe stark investiert in den Ort, begann Steingadens Bürgermeister Xaver Wörle seinen Rechenschaftsbericht. Neben der Bürgerstiftung und der Vorstellung des Arbeitskreises Energie war dieser Hauptelement der Bürgerversammlung im Gasthof Post in Steingaden.

Acht Millionen Euro, so viel hat die Gemeinde im vergangenen Jahr ausgegeben für Infrastrukturmaßnahmen. Dazu gehört etwa der Neubau der Kinderkrippe, der in Summe etwa 950000 Euro kosten wird. Hätte man ihm vor zehn Jahren gesagt, das braucht ihr, er hätte den Kopf geschüttelt, so Wörle. Mittlerweile aber sind zwei Gruppen zu je zehn Kindern für die Krippe angemeldet, die im Juni eingeweiht werden soll. Die Kindern kämen aus der Verwaltungsgemeinschaft und sogar bis aus Lechbruck, sagte Wörle, der allerdings auch vermelden musste, dass der Bau rund fünf Prozent teurer geworden sei als geplant. 

 Abschließen konnte man vergangenes Jahr die energetische Sanierung der Schule und den Neubau eines Parkplatzes für selbige, die im übrigen mittels Pelletheizung beheizt werde. Kinderkrippe und –garten dagegen seien an das Nahwärmenetz der Sägerei Wiedemann angeschlossen. Mitte des Jahres werde man das neue Seniorenpflegezentrum einweihen, 

Mit einem großen Fragezeichen sei dagegen der weitere Betrieb des 1908 gebauten ehemaligen Krankenhauses versehen, das aktuell noch als Seniorenheim genutzt werde, ließ der Bürgermeister durchblicken. Stolz zeigte sich Wörle über den Rundumversorgung in Steingaden, neben einer schlagkräftigen Feuerwehr gibt es auch die Bergwacht und den Rettungsdienst im Ort. 

Zu einem Abschluss soll es heuer auch bei den Baumaßnahmen im Ortsteil Wies kommen, zumindest, was die Infrastruktur mit Parkplätzen angeht. Danach werde das Projekt Dorfplatz Wies folgen, kündigte Wörle an, mit einem Besucherzentrum und einem möglichen Wallfahrtsmuseum. 

 Einen großen Anteil an den acht Millionen Euro Investitionskosten hatte 2012 die Wasserver- und entsorgung im Dorf. Allein in Lauterbach entsprächen die einer kleinen Dorferneuerung. Aber auch heuer gehe das Investitionsprogramm weiter, sagte Wörle. Rund fünf Millionen Euro werden ausgegeben, etwa bei der Sanierung der alten Gemeindestraße. Dabei muss die Gemeinde eine Rekord-Kreisumlage von 1,1 Millionen Euro stemmen. gau

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