Verdichtung in Altenstadt

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Wohnanlagen, wie hier in der Zugspitzstraße, gibt es viele in Altenstadt. Eine hohe Dichte wird auch künftig angestrebt.

Altenstadt – 23 Wohnanlagen gibt es in Altenstadt. Das sei mehr als in vielen Gemeinden ähnlicher Größe, stellte Bürgermeister Albert Hadersbeck fest, als er auf der Bürgerversammlung das Thema Wohnraum in den Mittelpunkt rückte. Sein Credo lautet: Flächen „effektiver nutzen“. Geht es nach dem Gemeindeoberhaupt, setzt die Gemeinde ihr Einwohner-Wachstum fort.

„Wir haben ein relativ kompaktes Gemeindegebiet“, erklärte Hadersbeck. Es gebe kaum Leerstände. Der Druck, Grundstücke auszuweisen und Wohnraum zu schaffen, sei immens. Neben dem Baugebiet am Eichenweg mit 16 Einfamilienhäusern sei es vorrangiges Ziel, Baulücken zu schließen.

Verdichtende Maßnahmen seien das Mittel der Wahl. Dazu gehöre auch das Rösch-Areal zwischen Jahnstraße und Friedhofsweg. Der Reiterhof siedelt bald in den Süden der Altenstadter Flur aus, die Bauarbeiten dafür sind bereits im Gange. Im Anschluss sollen auf der freiwerdenden Fläche Anlagen mit insgesamt 22 barrierefreien Wohnungen entstehen. Das sei aber „gar nicht so einfach“, erläuterte Hadersbeck den 90 Zuhörern, die zur Bürgerversammlung im Gasthaus Janser in Schwabniederhofen gekommen waren.

Die Fachbehörde – damit meinte er den Denkmalschutz – „ist nicht unserer Meinung“, fuhr der Bürgermeister fort. Ihr gehe es um die Sichtbeziehung zur Basilika und um den dörflichen Charakter. Der Gemeinde-Chef hielt entgegen, dass mitten in Altenstadt am Molkereiweg bereits eine 28 Meter lange Wohnanlage und an der Alpenstraße gar eine mit 38 Meter Länge steht.

"Flächen effektiver nutzen"

„Unsere Gemeinde wird sich weiter verändern“, so Hadersbeck. Er veranschaulichte den Flächenverbrauch der letzten 50 Jahre und schlussfolgerte: „Wir werden Flächen effektiver nutzen müssen“. Auch die 120 Reihenhäuser in Altenstadt und Schwabniederhofen seien Beleg dafür, dass es schon bisher eine Verdichtung gegeben habe. Im Übrigen seien solche sowie Doppelhäuser eine gute Möglichkeit, bei etwas geringeren finanziellen Mitteln Eigentum zu schaffen.

Mit Asylbewerbern 3500 Einwohner

Seine Gemeinde hat Ende letzten Jahres inklusive der knapp 120 Asylbewerber in der großen Gemeinschaftsunterkunft die Marke von 3 500 Einwohnern erreicht. Sie steht damit nach den fünf großen Orten im Landkreis, die alle über 10 000 Einwohner zählen, sowie nach Hohenpeißenberg, an siebter Position.

Mit rund 40 Sozialwohnungen sei man „gut positioniert“, kommentierte der Rathauschef. Dennoch werde weiter ein leichter Zuwachs angestrebt. Positiv sei zu bewerten, dass die Schönach-Gemeinde sowohl bei den Einkaufsmöglichkeiten als auch in de r ärztlichen Versorgung gut aufgestellt sei. Hadersbeck appellierte dafür, dieses Angebot auch zu nutzen. „Manche Gemeinden müssen darum kämpfen, Versorgung vor Ort zu haben.“

jj

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