Europaweit einmalig

Altenstadter Franz-Josef-Strauß-Kaserne bekommt Windtunnel

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Bisher diente der Windtunnel in der zivil betriebenen Jochen Schweizer Arena in München als Übungsstätte. Nun entsteht eine eigene Bundeswehr-Anlage in Altenstadt.

Altenstadt – Eine große Investition in der Altenstadter Franz-Josef-Strauß-Kaserne nimmt Kontur an: Der Bundestag sieht im Haushalt des Verteidigungsministeriums acht Millionen Euro für einen militärischen Windtunnel vor. Der Standort bekommt damit die einzige militärische Windtunnelanlage in ganz Europa.

Das Büro des Wahlkreisabgeordneten Alexander Dobrindt machte den entsprechenden Beschluss am vergangenen Donnerstag in einer Pressemitteilung publik. „Ich freue mich sehr“, lässt sich der CSU-Politiker darin zitieren. Der Windtunnel sei ein wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit in der Ausbildung und ein „erstklassiges Alleinstellungsmerkmal“ für den Ausbildungsstandort.

„Wir versprechen uns, dass durch den Windtunnel weniger Übungsflüge notwendig werden“, stellt Altenstadts Kommandeur Oberstleutnant Udo Francke den Bürgern der Schönach-Gemeinde in Aussicht. Genauer ließe sich das zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht beziffern. Als Standort für die Anlage nennt er jenen Platz, der durch den nahenden Abriss des alten Heizkraftwerks frei wird. Einen Zeitplan, wann genau der Windtunnel seinen Betrieb aufnehmen wird, nennt er noch nicht.

Dass für dessen Errichtung und Unterhalt einiges an Geld fließen muss, war unter anderem Ende August deutlich geworden. Damals hatte sich Thomas Silberhorn, Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne umgesehen. Eine Freigabe der Mittel noch im laufenden Jahr nannte Dobrindt damals als Ziel, das er nun erreicht sieht.

Gemeinsam sei es ihm sowie Silberhorn gelungen, den Deutschen Bundestag in der vergangenen Haushaltswoche von der Notwendigkeit eines Schirmflugsimulators und einer Windtunnelanlage zur Nutzung in der militärischen Gleitschirmausbildung zu überzeugen.

Neben den acht Millionen Euro für die Anschaffung fallen jährliche Betriebskosten in Höhe von 100.000 Euro an. Auch diese – bei einer Nutzungsdauer von 20 Jahren – sagte der Bundestag zu. ras

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