Gemeinde voranbringen

Burggens Bürgermeister Joseph Schuster stellt sich zur Wiederwahl

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Joseph Schuster (vorne Mitte) will‘s nochmal wissen: Die Bürgerliste hat den amtierenden Rathaus­chef erneut als ihren Kandidaten nominiert.

Burggen – Der amtierende Bürgermeister Joseph Schuster tritt nochmals an der Spitze seiner Gruppierung Bürgerliste Burggen an. Bei der Nominierungsversammlung nur wenige Tage nach der der UWG präsentierte der gut gelaunte 67-Jährige auch die Kandidaten für den Gemeinderat.

Am Ende dauerte es doch länger, als Schuster den rund 50 wahlberechtigten Anwesenden seiner Gruppierung Bürgerliste Burggen eingangs prophezeit hatte. Dafür war das Ergebnis in etwa so, wie es sich der amtierende Bürgermeister und bekennende Nebenerwerbsbauer Schuster gewünscht haben dürfte: Wie auch seine Kandidatur zum Bürgermeister akzeptierten die Anwesenden Mitglieder von Schusters Gruppierung Bürgerliste Burggen die Gemeinderatskandidaten mit überwältigender Mehrheit bzw. nur zwei Enthaltungen. Für alle, die Schuster bis dahin noch nicht kannten, erinnerte der Burggener kurz an seinen Werdegang.

Hatte Schuster bis zu seinem Ruhestand im Landrats­amt in Schongau gearbeitet, so schnupperte er bereits früh in ehrenamtliche Tätigkeiten und wurde Vorstand der Katholischen Landjugend in Burggen und später auch in der Vorstandschaft des Turn- und Sportvereins. Schon vor mittlerweile 36 Jahren wurde Schuster dann in den Gemeinderat gewählt, dem er bis heute treu blieb; zuerst als Rat, dann 2002 als zweiter Bürgermeister und vor nun mehr sechs Jahren dann als erster Bürgermeister.

Heute betreibt Schuster, der eine Tochter hat, die als Nachrückerin ebenfalls auf der Liste der Gemeinderäte steht, seine Nebenerwerbslandwirtschaft mit Kühen und Kaltblutpferden. Noch immer kenne er, sagte Schuster, aufgrund seines beruflichen Werdegangs die Ressorts im Landratsamt und auch deren Mitarbeiter, was ihm bei seiner Arbeit im Rathaus nach wie vor zugutekommen würde. „Ich hab auch gute Kontakte zur Regierung“, betonte er abschließend.

Doch Bürgermeister zu sein sei mehr als nur die Bürotätigkeit, erklärte Schuster. Man müsse eine Vision haben für das Dorf, um dann gemeinsam mit dem Gemeinderat „ein Konstrukt zu erarbeiten“, zum Wohle der Gemeinde. Auch vergaß er die repräsentativen Pflichten nicht, die sein Amt ausmachen, sei es nun gegenüber der Partnergemeinde in Frankreich oder gegenüber Behörden.

Isoliert könne man als Bürgermeister nicht arbeiten, sei immer auf Netzwerke angewiesen wie das Auerberg­land etwa, sagte Schuster. Darüber hinaus gebe es noch zahlreiche Veranstaltungen, inner- wie außerorts, wo der Bürgermeister gefragt sei.

Zehn Punkte-Plan

Auch was die Zukunft Burggens angeht, hat Schuster klare Vorstellungen, es gebe einen Zehn-Punkte-Plan, so der Rathauschef. Dabei sei der erste Punkt, nämlich der Bau des Dorfgemeinschaftshauses, mit gut drei Millionen Euro Baukosten (wovon die Hälfte gefördert wird) so gut wie erreicht. Auch die Schule bzw. der Kindergarten müssen saniert und erweitert werden, resümierte Schuster, demnächst komme der Waldkindergarten am Bauhof neu dazu und die Grundschule wird mit dem schnellen Internet verbunden. Auch für die Bevölkerung bzw. deren Unterkünfte ist Schuster aktiv, nachdem alle Bauplätze im Gebiet Lechhalde bereits vergeben sind und man habe sich beim Förderprogramm IKEK für die Innenverdichtung beworben. Natürlich spielen auch in Burggen die Wasserver- und Entsorgung eine Rolle.

Eine letzte Vision Schusters betrifft ältere Menschen, die derzeit noch den Ort verlassen müssen, wenn sie auf Hilfe und Pflege angewiesen sind. Schuster erinnerte an die landschaftlichen und schützenswerten Kleinode im Ort wie die Litzauer Schleife, erinnerte an die Zusammenarbeit mit den Landwirten und kam schließlich auch auf die Finanzen zu sprechen. Das Haushaltsvolumen betrage gut sechs Millionen Euro, wobei fast drei Millionen im Sparstrumpf der Kommune in den so genannten Rücklagen liegen. Daher könne man auch den Bau des Dorfgemeinschaftshauses angehen, so Schuster.

Mit diesem kurzen Rück- und Ausblick leitete er dann über zur Vorstellung seiner Gemeinderatskandidaten, die zwischen 18 und über 60 Jahre alt sind und verschiedenste Berufe ausüben. Nicht alle Kandidaten konnten sich persönlich vorstellen, doch alle hatten ihr Einverständnis signalisiert, die Wahl auch anzunehmen. Neben Schuster wurde auch das Urgestein des Gemeinderates, Dr. Stefan Schnack, wieder aufgestellt. Vielfach sei der Wunsch an ihn herangetragen worden, nochmals zu kandidieren, so Schnack. Auf den weiteren Plätzen sind gesetzt: Gabriele Höfler, Peter Hofmann, Gunnar Bakker und Christian Rauch sowie Helge Mandak, Nico Haak, Susanne Berchtold und Valentina Erhard. Weiterhin kandidieren Christian Heckel, Max Höfler und Michael Hölzle sowie Niklas Hofmann, Florian Jäger und Vinzenz Kargl, Sebastian Kirchhofer, Steffi Schnack und Lukas Schuster, Dietmar Straub sowie Fionna Streit und Dr. Jürgen Streit. Auch auf der Liste stehen Stefan Walters, Franz Wölfle und als Reserve Anton Höfler, Wolfgang Kosian sowie Stephanie Schuster.

gau

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