Café der Inklusion

Wider der Barrieren

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Selbst einmal mit dem Rollstuhl herumfahren konnte man an einem der Stände.

Schongau – Barrieren abbauen, vor allem die in den Köpfen, das hatten sich die Initiatoren vorgenommen. Auf dem Bürgermeister Schaegger-Platz präsentierten der Verein Rolliwelten und die BRSG Altenstadt am Samstag das Café der Inklusion – neben Musik und Reden vor allem mit viel Programm rund um und zum Thema Inklusion.

Man habe schon viel erreicht, aber noch gibt es viel zu tun, um die Barriere in den Köpfen der Menschen abzubauen. Die sind es nämlich, die oft genug Menschen mit Behinderung ausschließen. Um die Mitbürger für das Thema der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren, veranstaltete der Verein Rolliwelten nun schon zum zweiten Mal ein großes Fest in Schongau. 

Aus Sicht Christina Hubers, der Behindertenbeauftragten des Landkreises, „eine tolle Gelegenheit für ein Miteinander unterschiedlicher Menschen“. Nachfragen, vor allem Hinschauen und damit die Barrieren im Kopf abbauen, auf diesen Nenner brachte es die Landrätin Andrea Jochner-Weiß in ihrem Grußwort. 

„Es ist wichtig, Barrieren im Kopf und Herzen zu beseitigen“, schloss sich der neugewählte Schongauer Bürgermeister Falk Sluyterman seiner Vorrednerin an. Man sei gerade dabei, diverse Einrichtungen in Schongau, etwa die neue Dreifachturnhalle, barrierefrei zu gestalten oder das Schulzentrum. Das koste zwar viel Geld, das sei es aber auch wert, so Sluyterman weiter. 

Was es bedeutet, im Rollstuhl zu sitzen oder anderweitig durch eine Behinderung von der Gesellschaft ausgeschlossen zu sein, das konnten die zahlreichen Besucher teils an eigenem Leib erfahren. So konnte man etwa selbst einmal in einem Rollstuhl Platz nehmen und über einen Parcours rollen oder sich über bestimmte Krankheiten wie etwa das Down-Syndrom informieren.

Aber auch Schongauer Gewerbetreibende konnte die Organisatorin des Inklusionscafés Christine Kuisel für die Aktion begeistern. So gab es eine inklusive Modenschau mit neuesten Trends. Dafür, dass die Models eine gute Figur machten, sorgten Elke Keller und Sabine Osenstätter, die die Schau auch moderierte. Weiterhin gab es Spenden für die Tombola, sowie einen Infostand zur gesunden Ernährung. Zwei Schwabbrucker Unternehmen übernahmen die Dekoration des Platzes und die Bewirtung. Für den musikalischen Rahmen sowie die Jamsession sorgte die inklusive Musikgruppe „mHoch3“ und die Schongauer Band „DiePlomaten“.

Oliver Sommer

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