Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau

Ein neuer Chef für die Gefäßchirurgie

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Geschäftsführer Thomas Lippmann (re.) stellte den neuen Chef­arzt Dr. Carsten Czuprin vor.

Schongau – Angetreten hat er seine neue Arbeitsstelle bei der Krankenhaus GmbH bereits Anfang Dezember, jetzt wurde der neue Chefarzt der Gefäß- und Endovascukarchirurgie offiziell vorgestellt. Dr. Carsten Czuprin soll den Fachbereich am Schongauer und Weilheimer Krankenhaus ausbauen und speziell auf die Bedürfnisse der Region ausrichten. Das Ziel: „Wir wollen wieder zum ersten Ansprechpartner in Sachen Gefäßchirurgie im Landkreis werden“, so Geschäftsführer Thomas Lippmann.

Für Lippmann ist der Ausbau der Gefäßchirurgie ein weiteres Leuchtturmprojekt, von denen der Geschäftsführer gerne spricht, wenn es um die Neuausrichtung der Krankenhaus GmbH auf dem Weg zum „Gesundheitsversorger 2020“ geht. Dabei war im vergangenen Jahr nicht klar, wie es mit der Abteilung von Czuprins Vorgängerin Dr. Michaela Vaeltl weitergehen sollte.

Man sei vor der Frage gestanden, ob man die Gefäßchirurgie angesichts der niedrigen Zahl von 600 Fällen pro Jahr auslaufen lasse oder richtig investiere, um die Abteilung auszubauen. „Der Aufsichtsrat hat sich für letzteres entschieden“, freut sich Lippmann, der daraufhin auf die Suche nach einem neuen Chefarzt für die anspruchsvolle Aufgabe ging und in Bad Friedrichshall fündig wurde.

Dort war Dr. Carsten Czuprin mit dem Aufbau der Gefäß- und Endovascularchirurgie der SLK-Kliniken Heilbronn betraut. Der gebürtige Gelsenkirchner verfügt über viel Erfahrung. Nach seinem Medizinstudium an der Universität Essen absolvierte er seine Facharztausbildung in Wesel und Lübbeck. Am Klinikum Stuttgart erlangte Czuprin als Oberarzt der Gefäß- und Allgemeinchirurgie mit der Zusatzbezeichnung Phlebologie den Titel „Endovaskulärer Spezialist“, ehe er sich zuletzt der neuen Aufgabe in Bad Friedrichshall widmete.

Der neue Chefarzt, der mittlerweile in Schongau wohnt, hat klare Vorstellungen. Mehr Spezialisierung, mehr Innovationen, mehr Qualität sollen helfen, wieder Vertrauen zu den Patienten und den niedergelassenen Ärzten aufzubauen. „Sie müssen wissen, dass es hier eine optimale Versorgung auch in speziellen Fällen gibt“, sagt Czuprin. Der erfahrene Mediziner setzt auf minimal-invasive Eingriffe und endoskopische Verfahren, um die Belastung der Patienten möglichst gering und die Dauer des Krankenhausaufenthalts so kurz wie möglich zu halten.

Um das zu ermöglichen, hat die Krankenhaus GmbH nicht nur ins Personal investiert. Für eine halbe Million Euro wurde unter anderem eine gefäßdarstellende Röntgenanlage der neuesten Generation mit 3-D-Technik für die Klinik Schongau angeschafft, die etwa Hybrideingriffe im OP ermöglicht, wie sie die endovasculäre Behandlung bei Bauchschlagadererweiterungen erfordert. Langfristig soll die Gefäßchirurgie auch am Standort Weilheim ausgebaut werden.

Für Lippmann stehen die Investitionen nicht im Widerspruch zur angespannten finanziellen Lage der Gesellschaft. „Mein Hauptauftrag ist nicht, jedes Jahr eine bessere Bilanz vorzulegen, sondern gute Medizin anzubieten“, sagt der Geschäftsführer. Er sei davon überzeugt, dass sich dieser Weg langfristig rechnet. Ziel müsse es sein, die Zahl der Behandlungen in der gefäßchirurgischen Abteilung von 600 auf über 1000 pro Jahr zu steigern.

Dass dies gelingt, davon ist Czuprin überzeugt. Sicher nicht von jetzt auf gleich, aber in naher Zukunft. „In drei Jahren will ich sehen, dass sich was verändert hat.“ Der Ausbau der Fachabteilung ist auch als ein deutliches Signal an die Mitbewerber in der Region zu werten. „Wir wollen natürlich auch über die Landkreisgrenzen hinaus vorstoßen, wenn es um die Gewinnung von Patienten geht“, sagt Lippmann. Vorbei solle die Zeit sein, in der die umliegenden Kliniken von der Schwäche der Krankenhaus GmbH profitiert hätten.

Der Eindruck, den Carsten Czuprin in seinen ersten Wochen von seinem neuen Arbeitsplatz gewonnen hat, beschreibt er als durchwegs positiv. „Das Team ist jung und zieht mit. Das ist sehr wichtig. Ich bin schließlich auch nur ein Teamplayer und nicht der liebe Gott“, betont der Mediziner augenzwinkernd.

Christoph Peters

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