Christi Geburt auch im Corona-Jahr:

Riesige Auswahl bei Krippen Dürr

Krippe Dürr Hohenfurch Dollinger
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Chefin Andrea Dollinger, Tochter Anja und zwei Figuren aus einer orientalischen Krippe in stattlicher 40er Größe.

Hohenfurch – Es gibt sie in vielerlei Materialien, von unzähligen Variationen in Sachen Größe und Gestaltung ganz zu schweigen. In der Adventszeit werden sie auf Vordermann gebracht, damit es zu Weihnachten keine unliebsame Überraschung gibt: Krippen. Ein Geschäft in Hohenfurch hat sich für alles rund um diese Kunstwerke einen Namen gemacht. Seit 1977 gibt es die Firma Dürr, die ihr großes Sortiment in langen Regalen-präsentiert. Auch zu Corona Zeiten. Bis vergangenen Mittwoch als Anlaufstelle für die Kunden vor Ort, seitdem per Versand.

Geführt wird Krippen-Dürr von Alexander Dürr und seiner Schwester Andrea Dollinger. Mittlerweile ist auch Anja Dollinger eingestiegen. Eigentlich hätten sie in der Adventszeit ihre Verkaufsbude wie seit vielen Jahren auf dem Weihnachtsmarkt in Augsburg aufgestellt. „Aber durch Corona wurde dieser bekanntlich abgesagt“, erzählt Andrea Dollinger.

Doch über fehlende Kundschaft können sie nicht klagen. Denn alles, was es in Sachen Schwippbögen, Räuchermännchen, Pyramiden, Baumbehang oder Faltenrockengel zu bestaunen gibt, kann auch hier in Hohenfurch erworben werden. Gute 150 Quadratmeter Ladenfläche stehen als Ausstellungsfläche zur Verfügung.

Dass auch Krippen Dürr seit Mittwoch sein Ladengeschäft allerdings geschlossen halten muss, sei für die Kunden nicht überraschend gekommen, schätzt Chefin Andrea Dollinger ein. Die ganzen letzten drei bis vier Wochen sei schon viel los gewesen. Die Kundschaft erledigte ihre Besorgungen mit Weitblick und einigem Vorlauf.

Zusammen mit ihrem Team hatte und hat Andrea Dollinger alle Hände voll zu tun. Auch jetzt, wo die Bestellungen, die telefonisch und im Online-Shop eingehen, bearbeitet werden wollen. Denn eine gute Beratung ist das A und O, damit die Kunden ihre Krippen Jahr für Jahr ausbauen.

Das hatte auch Daniela Müller aus Denklingen bei ihrem Besuch vor, der sie noch vor dem verschärften Lockdown nach Hohenfurch führte. Mit ihrem Mann bekam sie vor fünf Jahren zum Einzug in das neue Haus so eine heilige Familie. „Jedes Jahr wird erweitert, vor allem Tiere sind gefragt“, erzählt sie beim Stöbern vor Ort. Der Stall ihrer Krippe ist im Stil eines Bauernhofs gestaltet. Sehr zur Freude von ihren Kindern Franz und Anna, die mit ihrem Cousin Jakob jeden Tag Austrieb und am Abend Stall­arbeit spielen. Deshalb durften sie sich in diesem Jahr Arbeitsgeräte aussuchen.

Die Figuren werden in Holz, Ton, Kunststoff und Polystone gefertigt und angeboten. Und das in Größen zwischen 3,5 bis 40 Zentimetern. „Es würde ja nicht gerade harmonisch aussehen, wenn neben einem Hirten in 16er Größe ein Ochs in 8er Größe stehen würde“, beschreibt es Andrea Dollinger. Und fügt hinzu, dass sogar auf Wunsch Figuren bis 1,50 Meter zu haben sind.

So groß will es Ulrike aus Iffeldorf nicht. Sie stellt sich eine Darstellung der heiligen Nacht in einer Laterne zusammen. „Schafe müssen mit rein und ein Ochse dazu“, so ihr Wunsch. Und sie ergänzt locker: „Einen Esel brauch ma net, ham ma dahoam.“ Fröhliche Weihnachten!

Seit fünf Jahren richtet Claudia aus Kaltenberg immer wieder den gleichen Wunsch an ihren Mann Dominic: Nämlich, dass er einen Krippenstall baut. Das sollte eigentlich ein Klacks sein, schließlich ist er gelernter Dachdecker und hat daher in Sachen Holz jede Menge Erfahrung. Aber wie es halt bei Männern so ist, dauert alles seine Zeit. In diesem Jahr hat sich Dominic einen Ruck gegeben. Töchterchen Mia ist mittlerweile zwei Jahre alt und soll unter dem Christbaum eine Krippe finden. Also hat er einen alpenländischen Bausatz erworben, aus dem er jetzt still und heimlich den gewünschten Stall baut.

„Wir wollen mit der heiligen Familie, Ochs und Esel in einer edlen Variation beginnen“, schildert Claudia während ihres Besuchs bei Krippen Dürr. Eine Entscheidung fällt gar nicht so leicht, denn die Auswahl ist gigantisch. Über 5.000 Figuren können zu 140 Krippen ausgewählt werden. Mit dem passenden Zubehör sind über 10.000 Artikel vor Ort.

Es gibt aber auch Sonderwünsche. Birgit und Jürgen aus Schongau haben Maria und Josef geerbt, geschnitzt in Ahorn. Die Figuren sind über 40 Jahre alt und stammen aus der Anfangszeit von Krippen-Dürr, gefertigt in Südtirol. Versehen mittlerweile mit einer wunderbaren Patina. Die neuen Figuren der immer noch gleichen Serie sollen farblich angeglichen werden.

Kein Problem für Andrea Dollinger. Sie wird bei ihrem Schnitzer die neuen Figuren auf die Farbe der alten beizen lassen. Als Stallung fiel die Wahl, wie könnte es anders sein, auf den „Stall Schongau“.

Andrea Dollinger selbst hat in ihrem Zuhause eine alpenländische Krippe. Vor allem die vielen verschiedenen Tiere, die auf dem großzügigen Gelände weiden, waren für ihre drei Kinder immer faszinierend. Und irgendwann werden bestimmt auch Enkelkinder ihre Freude daran haben.

hh

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