Neuer Schulleiter der Pfaffenwinkel-Realschule

"Cheftrainer" mit Kompass

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Vom Ministerialbeauftragten Ernst Fischer (li.) gab es eine Urkunde und einen Kompass für Christian Zingler.

Schongau – Mit viel Symbolik ist am Montag Christian Zingler offiziell in sein Amt als Schulleiter der Pfaffenwinkel Realschule eingeführt worden.

Vom Ministerialbeauftragten gab es einen Kompass für den rechten Weg, die Konrektorin begrüßte im Namen der Mannschaft den neuen Cheftrainer. Dem blieb am Ende der einstündigen Veranstaltung nicht viel mehr, als sich zu bedanken.

Vor wenigen Wochen war Zingler bereits einmal in der ersten Reihe in der Aula gesessen. Die Aufmerksamkeit galt damals allerdings nicht ihm, sondern Karl-Heinz Kröniger. Die Verabschiedung des langjährigen Schulleiters geriet zu einem emotionalen Festakt, der zeigte, wie hoch angesehen Kröniger bei Schülern und Kollegen war. Wie groß die Fußstapfen seines Vorgängers sind, dürfte Zingler spätestens zu diesem Zeitpunkt bewusst geworden sein. 

Am Montag waren der Sport- und Englischlehrer und Kröniger wieder gemeinsam in der Aula. Auch Landrat Friedrich Zeller, der Ministerialbeauftragte Ernst Fischer und der Elternbeiratsvorsitzende Bern-hard Huber zählten wie schon vor ein paar Wochen erneut zu den Gästen. Diesmal jedoch nahm Zingler allein vorne Platz, denn diesmal drehte sich alles um ihn, den neuen Schulleiter.

Gelungene Amtseinführung

Was er zu hören bekam, dürfte ihm durchaus gefallen haben und das lag nicht nur an der gelungenen musikalischen Untermalung durch das Schülerblasorchester. Da war das Loblied des Landrates Friedrich Zeller auf die Pfaffenwinkel-Realschule, an der kein Unterricht ausfalle, die ein positives Arbeitsklima biete und für die der Landkreis natürlich auch in Zukunft viel machen werde. Vom Ministerialbeauftragten Ernst Fischer erntete Zingler Respekt, denn es gehöre „Mut dazu, so eine Position zu übernehmen.“ Gerade in der heutigen Zeit der Reizüberflutung müsse ein Schulleiter der Schule ein Fundament geben, betonte Fischer, der Zingler schließlich symbolisch einen Kompass für den richtigen Weg überreichte. 

Als Trainerwechsel nach dem erreichten Aufstieg inszenierten Elternbeiratsvorsitzender Bernhard Huber und Konrektorin Ulrike Knittel samt Schülern auf lustige Weise den Amtsantritt des neuen Schulleiters, ehe der schließlich selbst ans Rednerpult trat. „Es heißt immer, als Schulleiter ist man ziemlich allein. Diese Gefühl habe ich hier nicht“, sagte Zingler, der sich bei allen Anwesenden bedankte. Ganz besonders – natürlich – bei seinem Vorgänger. „Er hat mir gesagt, dass ich ihn jederzeit anrufen kann“, verriet der frischgebackene Schulleiter. Wer Kröniger kennt, weiß, dass er das ernst meint. 

Christoph Peters

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