Claus Moritz übernimmt Club am Schongauer Volksfestplatz

Das „PS“ ist tot, lang lebe die Diskothek

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Das "PS" am Schongauer Volksfestplatz ist bald Geschichte.

Schongau – Bekannt ist es schon länger: Ende des Monats schließt die Diskothek „PS“ am Schongauer Volksfestplatz. Der langjährige Betreiber Peter Schwarz hatte seinen Pachtvertrag Anfang des Jahres gekündigt. Doch Ruhe kehrt nur kurzzeitig ein. Bereits im August soll der Club unter neuem Namen wieder eröffnen. Dahinter steckt ein alter Bekannter.

Das Gerücht, dass Peter Schwarz seine legendäre Diskothek „PS“ schließen werde, machte bereits im Herbst vergangenen Jahres die Runde. „Da haben mich schon die ersten Bewerber angesprochen“, sagt Andreas Weichenberger, dem das Gebäude am Volksfestplatz gehört. 

Offiziell erreichte ihn die Kündigung seines langjährigen Pächters im Januar. Mehr als elf Jahre hatte dieser das „PS“, das davor schon unter dem Namen „Weiki“ für Furore gesorgt hatte, geleitet. Schwarz betreibt außerdem in Peiting das „M32“, auf das er sich in Zukunft konzentrieren will. 

Unter den ersten Interessenten, die bei Weichenberger anklingelten, befand sich auch Claus Moritz. Der ist in der Region alles andere als ein Unbekannter. Seit 1999 betreibt der in Erpfting wohnende Gastronom das „Lagerhaus“ in Schongau. Dazu kommen in Landsberg die Cocktailbar „Moritz“ sowie das Modecafé „Mocca“. 

Die langjährige Erfahrung Moritz’ überzeugte Weichenberger, der sich schnell für den Erpftinger als neuen Pächter entschied. „Er ist ein guter Gastronom und weiß, was er tut.“ Der Pachtvertrag läuft vorerst fünf Jahre mit Option auf Verlängerung. 

Tatsächlich kommt Moritz’ Engagement nicht aus heiterem Himmel. Bereits seit drei Jahren sei er auf der Suche nach einem neuen Standort gewesen, erklärt er. Zwar laufen die legendären Partys im „Lagerhaus“ nach wie vor sehr gut, doch die zentrale Lage in der Altstadt ist für derartige Events nicht optimal. 

Immer mal wieder habe es Probleme mit den Anwohnern gegeben, sagt Moritz, der das durchaus nachvollziehen kann. Künftig will der Gastronom den Fokus deshalb wieder mehr auf Bar- und Restaurantbetrieb legen, gefeiert werden soll stattdessen in der Diskothek am Volksfestplatz. 

Doch das ist nicht der einzige Grund, warum sich der Erpftinger für die Pacht des Clubs entschieden hat. Er will damit auch dem Trend entgegenwirken, dass viele aufgrund des fehlenden Nachtlebens Schongau am Wochenende den Rücken kehren. „Wenn hier mehr los ist, ist das auch gut für die Altstadt und die dortige Gastronomie“, erklärt er. Wer ab 22 Uhr unten in der Diskothek feiern kann, geht vorher eher oben zum Essen, so die Überlegung. 

Das Konzept für den neuen Club hat Moritz bereits im Kopf. Freitag und Samstag soll gemischte Musik die feierwütige Kundschaft locken. Wie bereits im „Moritz“ in Landsberg erfolgreich praktiziert, kann sich der Erpftinger auch Themen-Abende vorstellen. 

Das Design soll sich ebenfalls an der Landsberger Bar orientieren und unter anderem eine abgeschirmte Lounge bieten. „Es wird definitiv kein Nobelschuppen werden“, betont er. Einlass ist ab 18 Jahren. 

Mit dem umfangreichen Umbau will Moritz ab April beginnen. „Wir müssen einiges rausreißen.“ Der Zeitplan ist sportlich. Bereits im August soll der neue Club seine Pforten öffnen. Dann ist das „PS“ endgültig Geschichte.

Christoph Peters

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