»Besser wie nichts«

»Click&Collect« in Schongau und Peiting

Click&Collect Shoppen Schongau Peiting
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Shoppen geht derzeit nur durch „Click&Collect“. Das Angebot wird in der Region gut angenommen.

Schongau/Peiting – Seit vergangenem Montag dürfen Einzelhändler das sogenannte „Click&Collect“ anbieten. Das bedeutet, Kunden bestellen per Internet oder Telefon und können die Ware im Anschluss kontaktlos beim jeweiligen Geschäft abholen. Generell kommt das Angebot bei den Händlern und Kunden gut an, aber es gibt auch kritische Stimmen.

„Super angenommen“ wird das Angebot von den Kunden von Intersport Schuster, wie Geschäftsführer Stefan Schuster auf Nachfrage des Kreisboten schildert. Mehrere Telefonleitungen stehen zur Bestellung zur Verfügung. Hier seien immer drei bis vier belegt, so Schuster. Über WhatsApp bzw. Video­chat besteht auch die Möglichkeit der ausführlichen Beratung, wenn gewünscht.

Der weitere Ablauf ist dabei durch den Handelsverband festgelegt, schildert der Geschäftsführer. Der Kunde holt das Produkt oder eine Auswahl nach Voranmeldung ab. „Wir stellen dann die Tüte raus“, so Schuster. Die Bezahlung erfolgt per Überweisung. „Das klappt ganz gut“, fasst er zusammen. Davor hatte man einen Lieferservice angeboten, das sei schwieriger gewesen.

Komisch findet Schuster, dass hierbei schon zuletzt FFP2-Masken getragen werden mussten, wohingegen im Supermarkt – wo sich die Menschen deutlich länger aufhalten – bisher eine einfach Stoffmaske genügte. „Aber wir bringen wenigstens unsere Winterware sicher an den Mann“, so Schuster.

Ähnlich sieht es Michael Geiger von Betten und Mode Weissenbach in Peiting. „Dass die Auflagen so hoch sind, versteht keiner“, findet er und zieht Vergleiche zur Gastronomie und zum Supermarkt. Generell sieht Geiger das Angebot positiv, allerdings sei dies stark von der Branche abhängig. Bei Produkten, die man probieren müsse, mache das Ganze keinen Sinn, so seine Meinung. Dennoch werde das Angebot von den Kunden angenommen. „Aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt er. „Wir bleiben dennoch dabei, wir müssen da jetzt durch“, so Geigers Fazit.

Ähnlich empfindet es auch Sonja Sprenger-Lotz von Sprenger‘s Sportland in Schongau. „Besser wie gar nichts“, schildert sie ihre Eindrücke. Die Leute rufen an, bestellen per E-Mail, Instagram oder Facebook und können die Ware dann an der Skiwerkstatt abholen. Diese sei ohnehin – ähnlich wie Fahrrad- oder Kfz-Werkstätten – geöffnet. Wie bei Intersport Schuster kaufen die Kunden von Sprenger‘s Sportland derzeit vor allem Artikel für den Wintersport. Insbesondere der Tourenbedarf ist gefragt, weiß Sprenger-Lotz.

Etwas anders sieht es da in der Modebranche aus. Bis jetzt hätten nicht so viele das Angebot in Anspruch genommen, sagt Andreas Huber von Huber Moden in Schongau am Dienstag. Zumindest habe es im Vergleich zum zuvor angebotenen Lieferservice keine Steigerung gegeben. Dennoch bringt es einen Vorteil, dass die Kunden sich die Ware nun abholen können. „Wir waren schon viel unterwegs“, so Huber über den Lieferservice. Trotz allem sagt er zu „Click&Collect“: „Jedes Angebot ist ein gutes Angebot“.

Kein Ersatz

Nicht sehr viel erwartet sich auch Maria Mader vom Schongauer Frauenzimmer von dem neuen Angebot. Generell spare sie sich dadurch zwar das Ausliefern, bisher habe sich aber noch nichts an der Situation geändert, sagte sie Anfang der Woche. Sie präsentiert ihre Ware im Schaufenster und ist voraussichtlich jeden Tag zwischen 11 und 14 Uhr oder nach Vereinbarung im Laden. Bestellt werden kann bei ihr über alle Kanäle – auch per WhatsApp, Instagram oder Facebook.

Dass es bei Köpf Audio - TV - Video in Peiting gut läuft, wird schon bei der andauernd besetzten Telefonleitung klar. „Wir haben regen Zuspruch, die Kunden sind loyal und unterstützen uns“, freut sich Inhaber Franz Köpf. Trotzdem er das neue Angebot gut findet, kann dieses allerdings natürlich nicht den normalen Publikumsverkehr ersetzen, lautet sein Fazit.

asn

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