Cobi-Reiser-Wandbild

Umzug von 19 Tonnen

+
Genau zwischen die beiden Betonpfeiler musste das Wandbild eingepasst werden.

Schongau – Das Plumpsen des Felsbrockens, der von den Schultern von Irmgard Schreiber-Buhl gefallen ist, konnte jeder auf der Baustelle der Grundschule hören. Und natürlich auch den Beifall der Zuschauer, die am Bauzaun das Um- und Einsetzen der Cobi Reiser Uhr verfolgten. Alles verlief wie am Schnürchen, die Männer der verschiedenen beteiligten Firmen leisteten perfekte Arbeit.

Es war in den letzten beiden Jahren relativ ruhig geworden um die große Mosaik-Uhr von Cobi Reiser. Quasi eingemottet stand sie seit dem Ausbau aus der Außenwand der Sporthalle der Grundschule im September 2016 ganz unscheinbar am Rande der Baustelle. Gut verpackt und durch ein Holzgestell und eiserne Stützen gesichert dämmerte das Kunstwerk im Dornröschenschlaf dahin.

Jetzt wurde das gute Stück wach geküsst, und das gleich von zwei Prinzen. Josef Feiler von der Firma Feiler hat mit seinen Mannen vor zwei Jahren die Bilder und die Uhr aus den Wänden gesägt und eingemottet. Helmut Haberstock von der gleichnamigen Baufirma aus Altenstadt hat mit seinem Team das große Haltegestell betoniert. Beides musste nun zusammengefügt werden. Geht natürlich nicht ohne großen Autokran. Hier zeigt sich wieder die Firma Albrecht verantwortlich, die schon beim Ausbau der Uhr vor Ort waren. „Gute 19 Tonnen hat das Teil“, so Kranführer Peter Brockelt, der später viel Fingerspitzengefühl an den Tag legen muss.

Punkt 9 Uhr fährt das Kran-Koloss nebst Begleitfahrzeug vor. Alles geht relativ schnell. Stützen werden ausgefahren, die Ausgleichsgewichte werden am Kran­fahrzeug angebracht. Peter Brockelt kontrolliert nochmal mit dem Nivelliergerät, dass der Kran absolut waagrecht steht. Während dieser Zeit führen die Arbeiter vom Team Feiler/Haberstock die langen Haltegurte unter der Cobi Reiser Uhr hindurch und befestigen diese am Kranhaken. Kurz vor 10 Uhr geht Kran­führer Brockelt auf Spannung, hebt den Betonklotz leicht an. Jetzt erst können die acht Eisenstützen abgeschraubt und entfernt werden.

Jetzt sind die Fingerchen des Kranführers gefragt. Die 19 Tonnen müssen nach oben über die Betonpfeiler gehoben, dann genau in die Führungen gesenkt werden. Alles per Joystick. Zwei Mann unterstützen auf dem Gerüst, um unbedingt ein Anstoßen zu vermeiden. Nochmal 15 Minuten sind die Nerven angespannt, dann ist es geschafft. Wie auf Schienen ist der Betonklotz nach unten geführt worden, gleichmäßig und ohne anzudocken.

Um alle Möglichkeiten einer Beschädigung auszuschließen, wird das Kunstwerk erneut verzurrt, um nach Austrocknung des Betons auf der Rückseite die Holzschalung zu entfernen. Gute drei Wochen wird es noch dauern, bis das Kunstwerk wieder in altem Glanz erstrahlt.

Hans-Helmut Herold

Auch interessant

Meistgelesen

Hohenfurchs neuer (Modell-)Bahnhof
Hohenfurchs neuer (Modell-)Bahnhof
Kreisbote und Rotary-Club starten das Projekt "Leuchtturm" für Menschen in Notlagen
Kreisbote und Rotary-Club starten das Projekt "Leuchtturm" für Menschen in Notlagen
Jetzt bewerben: Werde das Kreisbote TrachtenMadl 2019
Jetzt bewerben: Werde das Kreisbote TrachtenMadl 2019
Bald verstärkt Blitzer in Rottenbuch
Bald verstärkt Blitzer in Rottenbuch

Kommentare