Erschwerte Einreise für Arbeiter

Arbeiten an Echelsbacherbrücke und Mühlkanal laufen noch

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Nicht ganz normal laufen derzeit die Bauarbeiten an der Echelsbacher Brücke, aber sie laufen weiter – auch hier mit dem geforderten Sicherheitsabstand.

Schongau/Rottenbuch – Die Bauarbeiten an der Echelsbacher Brücke bei Rottenbuch und der Mühlkanalbrücke in Schongau laufen zwar nicht normal, aber sie laufen, wie Christoph Prause vom Staatlichen Bauamt in Weilheim Mitte der Woche betonte. Ende vergangener Woche stand der Fortgang in Echelsbach aber zwischenzeitlich infrage, weil unsicher war, ob die Arbeiter aus Österreich aufgrund der Corona-Krise anrücken dürfen.

Dort, wo normalerweise etwa zwölf bis 13 Personen arbeiten, ist nun eine verminderte Mannschaft von acht Leuten auf der Baustelle in Echelsbach im Einsatz, sagt der Abteilungsleiter „Konstruktiver Ingenieurbau“. Man habe so auch einen Modus gefunden, dass die Sicherheitsabstände eingehalten werden können.

Die Arbeiter der zuständigen, österreichischen Firma Strabag erhalten vom Staatlichen Bauamt in Weilheim eine Art Passierschein, erklärt Prause. Berufliche Tätigkeit darf schließlich ausgeübt werden. „In dem Passierschein steht, dass die Baufirma einen Vertrag mit dem Freistaat Bayern hat“, so Prause. Ebenso sind die Namen der einzelnen Arbeiter dort genau aufgeführt. Am Schongauer Mühlkanal laufen die Maßnahmen derweil weiter – mit „keinerlei Einschränkungen“.

An beiden Baustellen könnten die Corona-Folgen aber bald schon vermehrt Auswirkungen entfalten. Fraglich ist nämlich weiterhin, ob die Truppe, die die Bewehrungsarbeiten durchführt, aus Polen anreisen kann. In Schongau habe das noch „ein paar Tage Zeit“, sagt Prause, bei der Baustelle in Echelsbach wären diese Arbeiten aber nun fällig. Noch überbrücke man hier mit anderen Maßnahmen wie dem Betonieren der neuen Stützen auf den Bogen. „Wir haben hier vorerst noch andere Arbeiten zu erledigen“, sagt Prause im Hinblick auf den fehlenden polnischen Bautrupp. Dessen Mitglieder dürfen das Land derzeit nicht verlassen. Und wenn doch müssten sie bei ihrer Rückkehr für 14 Tage in Quarantäne.

Insgesamt erlebe das Staatliche Bauamt derzeit „erstaunlich wenig Einschränkungen“, sagt der Abteilungsleiter. Vor allem im Straßenbau gehe es wegen des geringen Verkehrsaufkommens aufgrund der Ausgangsbeschränkungen gut voran. „Zumindest nicht schlechter als normal“, so Prause. 

asn

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