Stadtführer und Lechflößer

Ehrenamtspreis für Hans Hartung

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Bürgermeister Falk Sluyterman überreichte in der letzten Stadtratssitzung vor Weihnachten den Ehrenamtspreis der Schongauer Bürgerstiftung an Hans Hartung. Ehefrau Karin nahm Blumen vom Stadtoberhaupt entgegen.

Schongau – Weihnachtszeit ist Ehrungszeit: In der letzten Sitzung des Stadtrates vor dem Fest verlieh Bürgermeister Falk Sluyterman den Ehrenamtspreis der Bürgerstiftung Schongau. Dieser wurde nun zum vierten Mal übergeben. Hans Hartung nahm ihn für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement – vor allem im Bereich Tourismus – entgegen. Vielen dürfte er vor allem wegen seines neuesten Projektes, dem Lechfloß, bekannt sein.

Eine Abordnung der Stadtkapelle sorgte für die musikalische Umrahmung der feierlichen Weihnachtssitzung. Als erster Punkt stand die Verleihung des Ehrenamtspreises 2017 auf der Tagesordnung. Vor einigen Jahren habe sich die Bürgerstiftung gegründet, um „besondere Menschen und Vereine, die sich um die Stadt verdient gemacht haben“ zu ehren, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman zur Begrüßung. Zum vierten Mal wurde nun am vergangenen Dienstag dieser Preis übergeben. Die Entscheidung des Stiftungsrates fiel in diesem Jahr auf Hans Hartung.

In seiner Laudatio ging Bürgermeister Falk Sluyterman auf das Wirken Hartungs ein. Nach seiner Pensionierung habe er sich große Verdienste im ehrenamtlichen Bereich erworben. Beispielsweise folgende Projekte, die er im Rahmen des Arbeitskreises Lokale Agenda 21 durchgeführt hat, stehen auf Hartungs Liste: Wanderhinweise rund um die Lechstadt, die Initiative „Schongauer Sonnendach in Bürgerhand“ sowie die Anbringung von Informationstafeln.

Auch als Stadtführer hat sich Hans Hartung eingesetzt. Bereits 1997 absolvierte er die Ausbildung zum Stadtführer bei der Tourist Information. Seitdem sei er sowohl für die Gäste in Schongau ein beliebter Begleiter, als auch im gesamten Pfaffenwinkel bei Tagestouren oder für Führungen in der Wieskirche unterwegs, so Sluyterman. Seit 2004 ist Hartung zudem Vorsitzender des Tourismusvereins Schongau.

Zweieinhalb Jahre widmete sich der ehemalige Stadtrat – er gehörte dem Gremium von 2008 bis 2014 an – dem Lechfloß. „Ich erinnere mich noch gut daran, als Herr Hartung mit einem kleinen Modell zu mir ins Rathaus kam“, erinnerte sich Sluyterman. Im Sommer konnte das Lechfloß schließlich zu seiner ersten Fahrt aufbrechen. „Mit diesem Angebot werden sowohl Einheimische, als auch Touristen angesprochen“, so das Stadtoberhaupt.

Neben der Urkunde nahm Hartung für sein ehrenamtliches Engagement auch einen Scheck über 500 Euro von Bürgermeister Falk Sluyterman entgegen. „Dankbar und einigermaßen überrascht“ nahm Hartung beides entgegen. Im Lechfloß-Projekt stecke schon einiges an Arbeit. Vor allem das Landratsamt habe Bedenken wegen den „Radau-Fahrten“ auf der Isar gehabt, sagte Hartung. Doch von diesen wollte man sich ganz klar abheben. Und schließlich habe man das Landratsamt auch besänftigen können, blickte er zurück. Eine Neuigkeit konnte Hans Hartung bezüglich des Lechfloßes auch noch verkünden: Neben August und September könnte jetzt noch der Juli hinzukommen. Das würde es auch Schüler ermöglichen, dieses Angebot wahrnehmen zu können. 

Zur Freude der Vereine

Michael Gallinat, Dr. Erwin Krauthauf, Emilie Schäffler, Beatrice Amberg und Peter Mahl (v. links) nahmen die Schecks für ihre Vereine von Bürgermeister Falk Sluyterman entgegen.

Insgesamt 6.000 Euro hat die Bürgerstiftung Schongau für Vereine ausgeschüttet. Davon profitieren fünf ganz unterschiedliche Organisationen. Deren Vertreter nahmen in der Weihnachtssitzung des Stadtrates die Schecks aus der Hand von Bürgermeister Falk Sluyterman entgegen.

Die Taekwondo-Abteilung des TSV Schongau kann sich über 1.000 Euro freuen. Die hatte im November zu ihrem 50-jährigen Jubiläum eine große Kampfsport-Gala in der Lechsporthalle veranstaltet. Die Kosten für das Event überstiegen allerdings das Budget der Abteilung, so deren Leiter Michael Gallinat. Die Zuwendung helfe daher „verdammt viel“.

2.000 Euro konnte Dr. Erwin Krauthauf für den Förderverein Musikschule Pfaffenwinkel entgegen nehmen. Das Geld soll vornehmlich in den Musikunterricht in Kindersingklassen eingesetzt werden. „Für alle neuen Projekte ist dringend Geld notwendig“, so der Vereinsvorsitzende.

Einmal im Monat kommt die Selbsthilfegruppe der Bayerischen Krebsgesellschaft in der Lechstadt zusammen. Die ganze Gruppe freue sich riesig, sagte die Vorsitzende Emilie Schäffler, als sie den Scheck über 500 Euro entgegenehmen konnte.

Bereits vor zwei Jahren wurde derVerein Schongau belebt von der Stiftung bedacht. Vorsitzende Beatrice Amberg konnte sich auch in diesem Jahr über einen Scheck freuen. Für die Bücherzelle, die einem Brandanschlag zum Opfer gefallen ist, wurde nun Ersatz gefunden. Die Kosten in Höhe von 2.000 Euro übernimmt nun die Stiftung.

Für den Theaterverein Schongau nahm Vorstand Peter Mahl 500 Euro entgegen. Damit greift die Stiftung dem Verein für das Engagement der „Opern auf bayrisch“ finanziell unter die Arme. Die Veranstaltung findet am 21. Januar im Jakob-Pfeiffer-Haus statt.

Astrid Neumann

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