Delegiertenversammlung

Breite Mehrheit: Eisstadion bleibt beim TSV

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Die Vorstandschaft um Ralph Konstantin (3. v. re.) bleibt unverändert.

Schongau – Die Eishalle bleibt beim TSV Schongau. Das hat die Delegiertenversammlung mit großer Mehrheit beschlossen. Mit nur einer Gegenstimme wurde die Vorstandschaft beauftragt, mit der Stadt den Erbpachtvertrag für das Eisstadion und das Stockschützenheim um zehn Jahre zu verlängern.

„Bei nur 75 Prozent Zustimmung hätten wir Bauchweh bekommen“, zeigte sich TSV-Vorstand Ralf Konstantin nach dem klaren Votum erleichtert. Noch deutlicher fielen die Vorstandswahlen aus. Die komplette Führungsmannschaft wurde einstimmig für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt.

Davor bekamen die Anwesenden im Pfarrheim umfangreiches Zahlenmaterial präsentiert. Die rückläufigen Mitgliederzahlen von 2 612 im Vorjahr auf aktuell 2 535 sah Konstantin als keineswegs bedrohlich. „Da waren einige Karteileichen dabei und vielleicht auch ein paar Kündigungen wegen der Beitragserhöhung“, führte der TSV-Chef aus.

Konstantin machte zudem das hohe Engagement innerhalb des Vereins deutlich. Rund 40 000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit werden pro Jahr geleistet. „Das kann man nicht in Geld aufwiegen“, meinte Konstantin.

Kleines Plus

Der Finanzbericht von Schatzmeister Thomas Geiger wies im Anschluss ausgeglichene Zahlen aus. Der Hauptverein schloss das vergangene Jahr mit einem kleinen Plus von 2 200 Euro ab. Die konsolidierte Bilanz des gesamten Vereins über alle 16 Abteilungen ergaben bei einem Umsatz von rund 1,3 Millionen Euro einen Gewinn von rund 22 000 Euro.

Neben vielen Zahlen gab es auch Ehrungen für erfolgreiche Sportler und langjährige Mitglieder. Dabei stachen sieben heraus, die bereits seit 60 Jahren im Verein sind. Zudem wurden Angelika Langer (Seniorenbeauftragte), Hans Schwecke (Reisebeauftragte) und Geiger (10 Jahre Führungstätigkeit) selbst ausgezeichnet.

Letzterer bleibt dem TSV erhalten, da er als Schatzmeister bei den Wahlen genauso wie Ralf Konstantin, seine Stellvertreterin Anschi Haberstock, Schriftführerin Angela Konstantin, Gerhard Stanke (Öffentlichkeitsarbeit), Wolfgang Klein (technischer Leiter) und Claudia Gleich (Referentin Übungsleiter/Lehrwesen) im Amt bestätigt wurde.

Bei der abschließenden Beratung über den Erbpachtvertrag gab es ein paar Bedenken über eventuell drohende Beitragserhöhungen oder Investitionsstau bei anderen Abteilungen. Konstantin skizzierte zudem die Zukunftspläne des TSV für das Eisstadion, mit Energieeffizienzmaßnahmen, verstärkter Nutzung im Sommer und mittelfristig einem Neubau der Umkleiden und Technikräume, der sich zu einem Multifunktions-Gebäude, eventuell mit der TSV-Geschäftsstelle und einem Fitnessraum entwickeln könnte.

Große Mehrheit

Letztlich segnete die Versammlung die Verlängerung des Erbpachtvertrags und dem Erhalt des Status Quo mit großer Mehrheit dann auch ab. „Das Modell hat sich seit 1981 bewährt“, freute sich auch Bürgermeister Falk Sluyterman, der dem TSV ausdrücklich die Unterstützung der Stadt zusicherte.

Roland Halmel

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